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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 89

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 89 (sequence 87)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 89 — können uns dann nicht vorwerfen, dass wir das Angebot abgelehnt haben. Es ist nicht wahr, dass ich gesagt habe, die Reichen sollen hingehen und die Armen nicht, sondern ich habe gesagt, am Anfang sollen nur Tüchtige kommen, Handwerker und Ackerbauer, kurz, Leute, die imstande sind, einen Staat zu gründen, und nicht Krüppel. Und später sollen die Armen, Unfähigen kommen. Ich habe nicht gesagt, dass Sie Könige der Schnorrer seien, sondern, Sie seien Schnorrer ohne König. (Beifall.) Del. Dr. Sloustsch: Meine Damen und Herren! Ich bitte um Toleranz, erstens, weil ich Jargon spreche, und zweitens, weil ich keine starke Stimme habe.. Als „politischer" Zionist, der immer politischer" Zionist war. muss ich eine Erklärung abgeben. Nie hat die Gruppe der „politischen" Zionisten das Basler Programm verläugnet, selbst nicht in der Uganda- Frage, nie hat sie gedacht, einen andern Zionismus zu haben. Wir sind auch Zione Zion und waren es immer. (Zwischenrufe.) Wir haben die Uganda-Frage nicht geschaffen, der Kongress hat sie geschaffen. Wir sind als Gruppe der politischen zionistischen Organisation vor den VI. Kongress getreten; wir (haben uns organisiert gegen den Chowewe-Zionismus, gegen die Kulturfrage, gegen den unwahren Demokratismus und gegen verschiedene andere Bewegungen, welche den grossen Kongress bedrohten. Wir sind immer auf dem Prinzip gestanden, dass der Kongress das gesamte jüdische Volk vertrete. Ich erinnere Sie nur: wer hat die Frage der Kultur, wer die des Gegenwartsprogrammes und andere Fragen gebracht? Die Herren der Rechten, die dort sitzen (auf die Rechte weisend) und jetzt so gediegene Zione-Zionisten sind. Wer hat die demokratische Fraktion geschaffen, die erste Gruppe im Zionismus? Die Herren der Rechten! (Lebhafte Zwischenrufe.) Ich glaube, ich habe doch das Recht, jetzt zu sprechen? Vizepräsident Dr. Alex. Marmorek: Jawohl, sprechen Sie! Ich bitte um Ruhe für den Redner! Del. Dr. Sloustsch (fortfahrend): Meine Damen und Herren! Auf dem VI. Zionisten-Kongress wurde eine neue Frage, die Uganda-Frage, geschaffen. Wir wussten nichts von Territorialismus, wir wussten nur von Cypern und anderen Projekten. Ich wrill hier nicht kritisieren. Man hat die Uganda-Frage gebracht, und die Herren, welche stets gewohnt waren, sich den Beschlüssen des Kongresses zu fügen, haben die Expedition ausgeführt. Was hat man mit der Expedition getan? Sie haben den Bericht gelesen. Sie wissen:. In Paris hat Herr Dr. Aiord gesprochen. Ich habe diesen Herrn gesprochen, und er hat mir erklärt, dass der Bericht keinen Wert hat. Das Klima ist gut und verschiedene andere Bedingungen sind günstig. Hätte man einen Hafenzugang, so wäre das Land sehr geeignet für die Organisation. Es muss Klarheit geschaffen werden. Es muss etwas getan werden für eine Gruppe, welche 150—160 politische Zionisten zählt, welche immer treu geblieben sind, dass die Gruppe nicht majorisiert werden kann. Diese Gruppe soll nicht terrorisiert werden. Die Herren wollten durch die Uganda- Expedition zeigen, dass Uganda nicht gut sei. (Lebhafte Zwischenrufe.) Ich muss sprechen. Sie werden ja dann auch zum Worte kommen. Es wird Ihnen nicht gelingen, diese Herren, von denen sich viele für den Zionismus geopfert haben, von unserer Volksbewegung, von unserer nationalen zionistischen Bewegung zu entfernen. Warum hat man die „politischen" Zionisten zu der Freiburger Versammlung nicht eingeladen? Sie wissen doch, dass diese vom ersten Momente an Zionisten waren. Warum hat man nicht für einen gelungenen Verlauf der Uganda-Expedition gesorgt? Ich sage: Der Kongress hat die Uganda-

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