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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 75

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 75 (sequence 73)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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—• <o — wenn wir für England einzutreten hätten, und nicht unterbrochen von. irgend welchen Welthändeln. In unserem Staate werden wir ungestört für den Zionismus arbeiten, nicht nur direkt, sondern auch indirekt, weil wir das bäuerliche und Hirtenelement ausbilden werden, das uns in Palästina nötig sein wird. In unserem Staate werden wir auch wieder lernen, uns selbst zu regieren. 5. Weil Sie, wenn Sie dem Sultan sagen, dass wir nur auf türkischem Boden arbeiten wollen, jeden Wettbewerb, jede Rivalität ausschalten und den politischen Preis Palästinas zu einer ungeheueren Höhe emporschrauben. 6. Mein letzter Grund ist der einfachste und kürzeste, nämlich der, dass uns Uganda angeboten wurde und Palästina uns verweigert wird. (Grosser Eejlfall.) Der Kongress hat also eigentlich jetzt keinen praktischen rivalisierenden Plan. Wenn Sie das Ostafrika-Projekt ablehnen, so werden Sie sich freuen, gerade so, als wenn Sie sich einen schlechten Zahn.hätten ziehen lassen; zu spät werden Sie sich erinnern, dass dies unser einziger Zahn war! (Lebhafte Heiterkeit. — Rufe: Schluss!) Vizepräsident Dr. Marmorek: Ich bitte um Ruhe für den Redner! Del. Zangwill (fortsetzend): Die englische Regierung ist die einzige in der Welt, mit der wir diplomatische Beziehungen haben. Wenn diese abgeschnitten sind, sind wir wirklich arm. Meine Damen und Herren! Sie sind alle literarisch geschult und kennen die Sybillinischen Bücher und wissen auch, was Shakespeare gesagt hat: There is a tide in the affairs of men Which taken at the flood leads on to fortune Omitted, all the voyage of their life 's bound in shallows and in miseries. Das Leben rinnt uns in Gezeiten hin. Nützt du die Flut, so trägt sie dich zum Glück. Versäumst du sie, so sinkt dein höchstes Streben Stets in den Sumpf des Elends dir zurück. Ich bitte Sie, daran zu denken, ehe Sie diese günstige Gelegenheit ablehnen, dass das die beste Gelegenheit ist, die das jüdische Volk seit 1800 Jahren gehabt hat. Bedenken Sie auch, dass viele unserer besten Zionisten haben zu Hause bleiben müssen, um ihre Familien gegen Angriffe zu schützen, weil sie Pogrome fürchten. WTir müssen vor den jüdischen Massen der Verantwortlichkeit enthoben sein, damit wir nicht auf unser Haupt die Blutschuld laden. Lehnen Sie aber dieses Angebot doch ab, so bitte ich Sie, das Basler Programm und ebenso die Statuten der jüdischen Kolonialbank ungeändert zu lassen, damit wir mit Ihnen zusammen arbeiten können, damit wir uns loyal der Majorität fügen können. In einer geeigneteren Zeit werden hoffentlich unsere Ideen durchdringen und den Kongress beherrschen. Ich frage Sie aber, wenn Sie zugeben, dass die autonome Kolonisation doch ein Mittel sei — übrigens ist auch die Kolonisation ohne Autonomie ein Mittel, insofern als sie Bauelemente schafft — wie dürfen Sie irgend ein Mittel, und sei es auch das kleinste, ablehnen, da wir in unserem engen Lager für unsere so schwierige, fast hoffnungslose Arbeit so wenige Mittel haben? Lassen Sie, ich bitte Sie darum, die Möglichkeit bestehen, dass Sie, wenn alle anderen Mittel sich als nutzlos erwiesen haben, zu diesem Fels zurückkehren können, weil möglicherweise der Stein des Anstosses zum Grundstein werden wird. Ewen moassu habonim hojsso lerosch pinoh! (Stürmischer Beifall und Händeklatschen. Hüte- und Tücherschwenken.)

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