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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 35

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 35 (sequence 33)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 35 — M In den Nebenländern der ungarischen Krone, in Kroa- 3 t i e n und S1 a v o n i e n; hat der Zionismus bereits so festen H Fuss gefasst, dass ein zionistischer Landeskongress nach 8 Essegg einberufen werden konnte. Uebereifrige „jüdische || Kro a t en" versuchten zwar ihn zu sprengen, um sich bei ihrer;1 Adoptivnation damit einzuschmeicheln, waren aber nicht wenig J| erstaunt, als die öffentliche Meinung der Nichtjuden nicht lf ihnen, den Verrätern ihres Volkes, sondern den freien Bekennern desselben sich zuwandte. (Beifall.) In Bosnien und der Herzegowina, in Serbien und Bulgarien haben sich auf dem Boden des Zionismus die seit fast tausend Jahren einander entfremdeten jüdischen Volksteile/ die Sephardim und Aschkenasim, zu gemeinsamer nationaler Arbeit wieder zusammengefunden, und es gibt in diesen Ländern, wenigstens soweit es die eingeborene jüdische Bevölkerung betrifft, wenig Nichtzionisten. (Beifall.) In Griechenland hat sich unter den grössten Schwierigkeiten ein zionistischer Verein gebildet, der seine Agitation auf das ganze Land erstreckt und bereits schöne Erfolge aufzuweisen hat. (Beifall.) Die deutsehe Organisation hat ihr Wachstum der ausgezeichneten Tätigkeit der neugeschaffenen Berliner Zentrale zu verdanken und die Disziplin und Festigkeit der ganzen Organisation, ihre Rührigkeit und ihr Eifer sind besonders rühmend hervorzuheben. (Beifall.) In der uns so gastfreundlichen Schweiz hat sich die Zahl der Schekelzahler zirka verdoppelt. Es gibt deren nach dem letzten Ausweise 1360. Die schweizerische Föderation besteht aus den Gruppen: Basel, Zürich, Bern, Luzern, Genf, St. Gallen,Biel,Baden,Endingen. Die grösste Gruppe ist Basel. Am 9. Ab fand bei allen Juden der Schweiz eine Sammlung für den Nationalfonds statt, die so guten Erfolg hatte, dass die Tischah b'Aw-Sammlung als ständige Institution beibehalten werden soll. Die Sammlungen für den Nationalfonds haben sich gegen das Vorjahr mehr als verdoppelt. Sie betragen 5000 Franken. Es verdient die Arbeit der schweizerischen Gesinnungsgenossen alles Lob. (Beifall.) In Frankreich und Belgien, wo die'Zahl der jüdischen Bevölkerung überhaupt gering ist, haben die autochthonen Juden, welche zumeist mit Glücksgütern gesegnet sind und in hervorragender, gesellschaftlicher Stellung sich befinden, mit den eingewanderten armen russischen ünd polnischen Juden leider noch wenig Berührungs- und Verständigungspunkte gefunden. Die östlichen Juden aber sind zionistisch sehr rührig. Neben den Pariser Vereinen, welche alle Schat-

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