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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 36

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 36 (sequence 34)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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36 — tierungen im Zionismus repräsentieren, bestehen noch Vereine in ^Montpellier, Versailles und Nancy, und die Leistungen der Zionisten auf jüdisch-sozialem Gebiete, wie der in Paris gegründete Mustercheder, dessen Schüler hebräisch als lebendige Sprache lernen und die beiden Volksuniversitäten erregen schon heute die Bewunderung der berufenen jüdischen Amtskreise. Die durch die Trennung der Kirche vom Staate sich ergebende Auflösung der bisherigen Konsistorien wird die Vereinigung aller Juden verschiedenen Ursprunges, auch verschiedener Anschauung zu gemeinsamer Tätigkeit zur notwendigen Folge haben. In Belgien sind die vor dem letzten Kongresse bestandenen zwei Vereine durch fünf neue vermehrt worden, und die Zahl der Schekelzahler hat sich fast verdreifacht. (Beifall.) In England verbreitet die zionistische Föderation die zionistische Idee durch zahlreiche Volksversammlungen in wirkungsvoller Weise im ganzen Lande. Der in diesem Jahre eingegangene Schekel ist der grösste seit Beginn der Organisation. Das Fremdeneinwanderungsverbot ist zwar noch nicht Gesetz geworden, aber vom Unterhause bereits, beschlossen, und die Annahme durch das Oberhaus ist nur für kurze Zeit aufgeschoben. Eine vom englischen Unterhause einstimmig angenommene Resolution, welche die aus politischen oder religiösen Gründen Verfolgten von den Einwanderungs-Beschränkungen ausnimmt, lässt zwar hoffen, dass die Juden nicht die ganze Schwere dieses Gesetzes zu tragen haben würden. Aber andererseits bildet ein Ausspruch des Premier-Ministers Bälfour im Verlaufe einer seiner Auslassungen über das Fremdengesetz eine sehr ernstliche Warnung vor einer weiteren Zunahme der Einwanderung von Juden in England. Er meinte, dass die fortgesetzte Einwanderung von Juden, die sich mit der englischen Bevölkerung nicht mischen wollten, eine Gefahr für das Land böte. Solch eine Bemerkung von solcher Stelle ausgesprochen, ist eine klare Weisung, dass selbst in einem Lande wie England die Möglichkeit von Ausbrüchen von Antisemitismus ein Faktor ist, mit dem die Juden in der Zukunft zu rechnen haben könnten. Die Tätigkeit des vom Kongress designierten Vertrauensmannes in den skandinavischen Ländern, die sich über alle Städte erstreckt, wo Juden wohnen, wird durch einen im Verhältnisse zu der dünnen jüdischen Bevölkerung sehr grossen Erfolg belohnt. (Lebhafter Beifall.) In Italien entfaltet die dortige Föderation eine stille, aber sehr energische Tätigkeit und der Zionismus hat in allen Hauptplätzen der italienischen Juden seine Vereine. Der Tod Herzls hat auch dort zahlreiche und überaus herz-

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