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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 33

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 33 (sequence 31)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 33 grosse wirtschaftliche Not im Reiche, unter der wiederum die Juden vor allem zu leiden haben, in Betracht, so muss die Zahl der eingegangenen Schekel aus Russland unsere Bewunderung für die Opferwilligkeit der russischen Brüder erwecken. 'Aber man kann die Zahl der Zionisten in Russland nicht nach dem Schekel messen, sie ist weit grösser als die Zahl der Schekelzahler. Mit aufrichtiger Genugtuung begrüssen wir insbesondere den Anschluss der Arbeiter an unsere Bewegung. (Lebhafter Beifall.) Nur inmitten ihres Volkes werden die jüdischen Arbeiter ihre sozialen Aspirationen verwirklichen, freilich dürfen die Klasseninteressen und -Fragen die nationalen Interessen, nicht unterdrücken und der Zionismus darf nicht als Mittel für andere Zwecke benützt werden. Das Streben nach der eigenen Heimstätte für unser Volk muss das Dominierende bleiben. In Rumänien war 1904 ein Jahr der Missernte, wodurch die wirtschaftliche Lage dieses agrikolen Landes eine sehr prekäre wurde und die Juden vor allem darunter litten. Mehr als 15 000 Juden sahen sich genötigt, in den letzten zwei Jahren das Land zu verlassen. Es kam vor, dass die durch den Zionismus geschaffenen Organisationen die Basis für die Organisation der Auswanderung bildeten und ganze Vereine mit ihrem Vorstande an der Spitze korporativ übers Meer gingen und im neuen Wohnsitze die teuer gewordene zionistische Tätigkeit sofort wieder aufnahmen. Dadurch wurde jedoch die rumänische Landesorganisation sehr gelockert, wenn auch nicht unterbrochen. Da inzwischen die wirtschaftlichen Verhältnisse sich gebessert haben, so ist zu hoffen, dass bei der treuen Anhänglichkeit und dem ernsten Arbeitseifer unserer rumänischen Gesinnungsgenossen die Organisation sich bald in neuer Blüte zeigen wird. Was wir von den rumänischen Juden in normalen Zeiten erwarten können, zeigen die Leistungen derselben in den verflossenen, durchaus nicht normalen, aber gegen das Vorjahr doch ein wenig günstigeren Jahren 1904/05: Bis zum 6. Kongresse betrug der Beitrag Rumäniens für den Nationalfonds 25000 Fr., das ist 5 <>.> des damaligen Gesamteinganges. Seither wurden wieder 25 000 Franken oder ebenfalls 5 °/o des Totalbeitrages des N. F. demselben zugeführt. Der Schekel des letzten Jahres hat sich gegen das Vorjahr um 50 o/o erhöht. (Lebhafter Beifall.) In Oesterreich sind leider die Zustände in der Leitung unserer Organisation nicht ganz günstig. (Unruhe.) Das Landeskomitee hat seine Aufgabe nicht voll aufgefasst. Weil in seiner Mitte die Zentrale ihren Sitz hat, glaubte das L. K. seinen vornehmsten Beruf darin sehen zu sollen, jeden

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