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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 32

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 32 (sequence 30)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 32 — frage einberufenen Kongresse zur Beschlussfassung zu unterbreiten. Die Aufgabe der Parteileitung war eine ausserordentlich schwierige. Es galt, ohne mit der grossen Autorität Herzls ausgestattet zu sein, das Erworbene zu bewahren, die Partei zusammenzuhalten und insbesondere die durch das Ostafrikaprojekt gelockerten Bande, der Parteidisziplin wieder straffer zu spannen. Dank der Unterstützung der Landeszentralen und der Einsicht der Gesinnungsgenossen ist uns die Erreichung dieses Zieles fast durchwegs gelungen und die wenigen Ausnahmen kommen bei den überwältigenden Kundgebungen für die Einigkeit gar nicht in Betracht. Trotz der Ungunst der Verhältnisse dürfen wir das fortwährende Wachstum unserer Bewegung konstatieren: Im Westen das steigende Zuströmen der Intellektuellen und der Jugend. Die Satten und Gedankenträgen bleiben uns nach wie vor fern, aber die denkenden Juden gliedern sich in immer grösserer Zahl wieder dem Stamme an, den sie schon zu verlassen im Begriffe waren, während die Feigen und Selbstsüchtigen sich massenhaft ins feindliche Lager flüchten, gewiss nicht zum Schaden unserer innern Kraft. (Sehr richtig!) Unsere Bewegung hat sich eine derart achtunggebietende Stellung in der jüdischen und nichtjüdischen Welt errungen, unsere Ziele sind so unverrückbar fest, unsere Mittel und Wege aller Welt so bekannt und als integer anerkannt, dass die Verdächtigungen des Zionismus, die früher unserer Bewegung die grössten Schwierigkeiten bereiteten, gegenwärtig ganz unbeachtet abprallen und darum allmählich ganz verstummen. Ehrliche Gegner oder Bezweifler des Zionismus geben doch schon zu, dass der Zionismus schon dadurch allein, dass er ist, grosse Bedeutung für das jüdische Volk erlangt habe. Die glänzende Organisierung des Volkes auf der ganzen Welt, die Sammlung der einzelnen Splitter, die früher ganz wehr-, Widerstands- und hilflos dastanden, das sei des Zionismus unleugbares Verdienst, und dass derselbe für so viele unserer armen, im schwierigste;! Kampfe um das Leben stehende Brüder den einzigen Hoffnungsstrahl für die Zukunft darstelle, v das sei ebenfalls einex unbestreitbare Tatsache. Zieht man die furchtbare Situation unseres Volkes in Russland in Erwägung; den Krieg, der dem Judentume so enorme Opfer an Leib und Gut auferlegt (es sind tausende unserer Stammes- und Gesinnungsgenossen im Felde, darunter auch ein Mitglied des A. C., das im Angesichte des Feindes seine zionistische Tätigkeit erfolgreich fortsetzt), die verworrenen inneren Zustände, die grausamen Judenverfolgungen und die

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