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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 301

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 301 (sequence 302)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 301 — und vertändeln die Zeit mit Aeusserlichkeitcn, die nichts heissen. Woes sich um etwas Gutes handelt, da wird gesungen, wenn es sich aber um Geld handelt, geht alles weg. Herr Dr. Fink hat einen Vorsehlag. gemacht, den ich schon in meinem Referate vorgesehen habe. Wir sollen Zirkulare an alle jüdischen Gemeinden richten, dass sie einen kleinen Prozentsatz ihres Einkommens dem Fonds widmen. Die Hoffnung ist nicht sehr gross, dass die jüdischen Gemeinden einen Teil ihrer Einnahmen dem Fonds zuwenden werden, aber ich zweifle nicht, dass sich eine grössere Zahl von Gemeinden finden wird, die dies gerne tun werden. Ich glaube, dass der Ausschuss dafür sein wird, den Versuch zu machen. Ein Beschluss diesfalls dürfte nicht notwendig sein. Wenn die Sache nicht gelingt, haben wir wenigstens unsere Pflicht getan. Herr Dr. Leopold Kahn hat Anstoss gefunden an dem Entwürfe der Nationalfends - Kommission. Herr Dr. Kahn hat den Wunsch ausgedrückt, es solle ja kein Land verkauft werden. Es ist auch im Entwürfe nicht so gemeint. Der Verkauf ist nur so präzisiert worden, wenn ein Tausch absolut notwendig ist. Darüber kann Herr Dr. Kahn ruhig sein: Land wird nicht verkauft, es sei denn unter ganz besonderen Umständen. (Dr. Kahn: Ein Land in Palästina kann uns niemand bezahlen.) Was wir einmal haben, werden wir nicht mehr herausgeben. Es wäre denn, dass sich der Fall herausstellt, dass man etwas verkaufen muss, um etwas Besseres zu bekommen. Ich komme jetzt auf zwei wichtige Punkte: Provisionen der Bank und der Zeitungen. Ich habe es für gut befunden, gleich heute früh bei meinem Referate auf diese Punkte aufmerksam zu machen, weil ich wusste, dass einige an diesen Summen Anstoss nehmen werden. Die Bank hat im ersten Jahre sehr viel Spesen gehabt, mit der Versendung und mit anderen Sachen. Die Bücher wurden von Wien nach London geschickt, von London nach Russland usw. Man musste sich erst in die Sache hineinfinden. Jeder Verein und jede Landsmannschaft, die ein paar Marken kaufen wollten, haben sich mit der Bank ins Einvernehmen gesetzt. Wir haben im A.-C. zwei Gesichtspunkte gehabt : Erstens wollten wir an den Spesen des Xationalfonds sparen und zweitens sollten wir sie aus den Einkünften des A.-C. überhaupt bestreiten. Xachdem aber die Kasse des A.-C. nicht so gross ist, um diese Spesen zu bestreiten, waren wir gezwungen, der Bank, mit der wir einen grossen Kampf geführt haben, für das erste Jahr diese Zinsen zu bewilligen. In Zukunft werden sie sich vermindern. Bezüglich der andern Provisionen ist es nicht so zu verstehen, dass wir von demselben Geld 5 Prozent der Bank, 5 Prozent den Landsmannschaften, 5 Prozent den Zeitungen geben. Es kommt vor, dass von demselben Betrag nur die Bank oder nur die Landsmannschaft oder nur die Zeitungen bekommen. Ich bitte die Herren, die daran Anstoss genommen haben, sich bezüglich dieser Provisionen zu beruhigen. Wir wachen selbst darüber, dass dem Kationalfonds keine unnötigen Spesen gemacht werden..

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