Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 272 (sequence 273)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 272 — Sandboden kaufen/sondern nach Galiläa gehen sollen, das Ackerboden besitzt. Die Anpassungsfähigkeit der verschiedenen Pflanzen ist noch nicht genau erforscht. Zu allen diesen Zwecken müssen wir unbedingt eine wissenschaftliche Kommission wählen, die uns das Land erforschen soll,, welches wir in Zukunft kolonisieren wollen. Und wenn wir nach unserni ^rganisationsstatut noch nicht kolonisieren dürfen, müssen wir wenigstens erforschen, wo eine Kolonisation möglich ist. Wir müssen eine Auskunftsstelle schaffen, die uns Mitteilungen über Bodenc{ualität, Bödenpreise usw. liefern soll, ebenso über die wichtigsteh Industrie- Verhältnisse des Landes. Dass wir in dieser Sichtung andern Völkern erst nachkommen, unterliegt keinem Zweifel. Wir brauchen nur darauf hinzuweisen, wie die arischen Völker kolonisieren. Ich verweise auf die Deutschen in den afrikanischen Kolonien usw. Unser Antrag, den die deutsehe Landsmannschaft aufgenommen hat, lautet: „Es wird die Wahl einer Palästina-Kommission beantragt. Ziveclc der Kommission. 1. Die wissenschaftliche und praktische Erforschung Palästinas und der für diese in Betracht kommenden Länder in wirtschaftlicher, technischer, rechtlicher und geographischer Beziehung. 2. Die Errichtung einer Versuchsstation für agronomische und technische Forschungen. 3. Die Errichtung eines landwirtschaftlichen und technischen Auskunftsbureaus (Ausldinfte über Bodenpreise, -Qualität, -Erwerbsgelegenheiten und Industrieverhältnisse). 4. Die Errichtung einer Untersuchungsstation zwecks Studiums und Bekämpfung der endemischen und infektiösen Krankheiten. 5. Die Herausgabe einer Zeitschrift für Palästinakunde mit Berücksichtigung der Lebensverhältnisse der jüdischen Kolonien in Palästina und den Nachbarländern." Das sind die Anträge der deutschen Landsmannschaft. Genaue Vorschriften über die Organisation der Kommission wird Herr Dr. H a n d t k e vortragen. Del. Dr. Hantke: Die deutsche Landsmannschaft legt auf die Einsetzung dieser Kommission einen ganz besonderen Wert. Sie soll anders operieren, als die übrigen Palästinakommissionen, die wir bis jetzt eingesetzt haben. Infolgedessen betonen wir, dass diese Kommission einen selbständigen Charakter hat, unter der Voraussetzung natürlich, dass sie dem A.-C. regelmässig Bericht erstattet und mit ihm in ständiger Fühlung ist. Aus diesem Grunde schlagen wir Ihnen auch vor, dass die Paiästinakommission bei den Sitzungen des A.-C. und bei den Jahreskonferenzen in den kleinen Kongressen mit beratender Stimme zugezogen werde, so weit