Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 273 (sequence 274)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3476254-3476266--2117-3478255- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
es sich um Angelegenheiten der Palästinakommission handelt. Die Zusammensetzung der Palästinakommission denken wir uns so, dass drei Sachverständige als ordentliche Mitglieder vom Kongress gewählt werden und diesen das Recht der Kooptation zusteht. Wir wollen deswegen drei Sachverständige und nur drei Sachverständige, weil diese gewissermassen den geschäftsführenden Ausschus bilden, der naturgemäss an einem Orte sitzen muss, und weil wir nicht so> viele Sachverständige haben und vermieden werden soll, dass andere Leute als Sachverständige dem Kongress und dem A.-C. verantwortlich sind, und die Arbeiten der Palästinakommission dirigieren. Selbstverständlich haben bei den Beratungen des A.-C. und den Jahreskonferenzen nur diese drei sachverständigen Mitglieder beratende Stimme. Die kooptierten Mitglieder werden nicht zugezogen. Die Kommission kann nur arbeiten, wenn ihr Geldmittel zur Verfügung stehen. Wir schlagen Ihnen vor, der Kommission für die nächsten zwei Jahre, also ungefähr bis zum nächsten Kongress, jährlich 15 000 Frcs. zu bewilligen. Selbstverständlich bedarf das A.-C. hierbei eines Passus, der da sagt, dass die unentbehrlich laufenden jährlichen Ausgaben der Partei in erster Reihe erledigt werden müssen. Da sowohl das A.-C. wie der Kongress von der Bedeutung dieser Palästinakommission überzeugt sein werden, so werden selbstverständlich diese Mittel vorhanden sein, wenn auch die laufenden ordentlichen Ausgaben erledigt werden müssen und nicht zurücktreten können. Diese 15 000 Frcs. sind natürlich nicht ausreichend, um alle Pläne auszuführen, welche die Palästinakommission ausführen möchte, aber sie bilden den Grundstock, welcher der Kommission überhaupt eine ständige Arbeit ermöglicht, und welcher zeigt, dass der Kongress und die zionistische Partei diese Kommission als eine Notwendigkeit empfindet und wünscht, dass sie ständig und kräftig arbeitet. Dann haben die sämtlichen beteiligten Faktoren die Ueberzeugung, dass aus den verschiedensten Kreisen Geld zufliessen wird, namentlich wenn die Kommission gezeigt haben wird, dass sie etwas anderes ist, als die Kommission, die bisher Palästinakommission hiess und — natürlich nicht aus Schuld der Mitglieder, sondern aus anderen Gründen — nicht arbeiten konnte. Um aber die Ansicht zu vermeiden, dass wir Dilettantismus treiben und uns einbilden, mit 15 000 Frcs. alles mögliche tun zu können, erkläre ich, dass die landwirtschaftliche Versuchsstation und medizinische Untersuchungsstation vorderhand nichts machen kann, sondern dass hierfür die Kommission im Einverständnis mit dem A.-C. die erforderlichen Fonds wird aufzubringen suchen müssen. Unser Antrag lautet: ..,Orcjanimtion der Palästina-Kommission. 1. Die Kommission führt ihre Aufgaben selbständig durch und hat dem Aktions-Comite Bericht zu erstatten. 2. Die Kommission besteht ans drei Sachverständigen, denen das Beeht der Kooptation zusteht. 3. Bei Beratimg und Beschlussfassung über Angelegenheiten der Palästina-Kommission im Aktions-Comite und den Jahreskonferenzen sind die gewählten drei Mitglieder der Kommission mit beratender Stimme zuzuziehen. 4. .Die Kommission erhält für zwei Jahre ein Budget von jährlich mindestens 15 000 Frcs., sobald die unentbehrlichen laufenden Ausgaben gedeckt sind, aber nicht bevor die Schekeleingänge 18