Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 271 (sequence 272)
- Language
- German, English, Hebrew
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271 — die verschiedenen Comites, denn es wird notwendig sein, dass wir die Wahlen heute vornehmen. Ich vermute und befürchte, es wird eine Nachtsitzung daraus werden. Del. Dr. Alexander Marmorek: Ich möchte den Landsmannschaften vorschlagen, dass die Kandidatenlisten für den Permanenzausschuss und die Comites bis morgen vollkommen fertiggestellt sein sollen. Präs. Dr. Herzl: Ich habe ja eben gesagt, dass die Wahlen notwendigerweise noch in der heutigen Nachtsitzung vorgenommen werden müssen. Prof. Dr. Belkowsky (übersetzt diese Mitteilung ins Russische). Del. Dr. Wortsmann: Ich möchte den Vorschlag des Herrn Dr. Pasmanik unterstützen, aber nur die erste Hälfte, nicht die zweite. Wir sprechen auf jedem Kongresse über Organisation und Agitation und wenn es die Zeit erlaubt, so werden wir auch jetzt darüber sprechen. Aber über den Nationalfonds haben wir noch nie sprechen können und wir müssen so viel Zeit als möglich haben, um darüber zu sprechen. Wenn Sie aber den Antrag des Dr. P a s m a n i k annehmen, so wird es eine so lange Diskussion geben, dass nicht mehr über den Nationalfonds gesprochen werden kann. Ich bitte Sie also, sofort über den Nationalfonds zu sprechen. Del. Mr. de Haas: Ich beantrage, dass man, bevor man in die Debatte eingeht, noch eine Stundenanzahl festsetzt für jede Debatte. Präs Dr. Herzl: Das ist sehr schwer, da müste man drüber fortwährend Abstimmungen haben. Ich bitte den Organisationsausschuss, sich jetzt im Präsidialzimmer zu versammeln. Del. Dr. ßoshin: Meine Damen und Herren! Ich trete liier vor Sie hin, um Ihnen eine Palästinaangelegenheit vorzutragen. Es handelt sieh um Einsetzung einer Palästinaforsehungskommission. Es wird Ihnen wohl allen bekannt sein, dass man auf jedem Kongresse eine Palästina-Kommission einsetzt, es wird Ihnen aber ebenso bekannt sein, dass die Kommissionen so gut wie gar nichts geleistet haben. Es tut mir leid, dies sagen zu müssen, aber es ist dies eine Tatsache, die keinem Zweifel unterliegt, und wenn wir die Sache näher untersuchen, so finden wir den Hauptgrund darin, dass eine solche Kommission nie budgetiert worden ist, dass sie nie mit einem festen Budget zu arbeiten hatte. Wjir schlagen Ihnen diesmal eine Kommission vor zur Erforschung von Palästina. Dass eine solche Kommission notwendig ist, wird Ihnen allen Mar sein. Wenn ich mit kurzen Worten an die erste Erforschung Palästinas erinnere, an die vielen Irrtümer, welche infolge Unkenntnis des Gebietes vorgekommen sind, so werden Sie verstehen, dass eine solche Kommission absolut notwendig ist. Wir kennen in Palästina nicht einmal die klimatischen Bedingungen. Wir wissen nicht, wie viel Segen im Lande fällt, was doch eine ausserordentliche Wichtigkeit für die Agrikultur ist! Bei den ersten Bodenkäufen wurden topographische Fehler begangen, die Krankheiten zur Folge hatten, wie z. B. der Ankauf von Sumpf ländereien, der Boden war nicht bekannt, man kaufte nicht dort, wo man sollte, so hätte man nicht in Juda