Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 269 (sequence 270)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 269 — Ich verlese nunmehr den Antrag der Vertreter der gestrigen Minorität: Der erste Teil lautet: „Die Zusammensetzung und Ausrüstung der Expedition nach. Ostafrika wird dem grossen A.-C., das speziell zu diesem Zwecke vorher einberufen werden muss, überlassen." Diesen Passus nehmen wir an. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Die zweite Alinea lautet: „Auch, zur Entgegennahme des Berichtes der obgenannten Expedition über das Gebiet über Ostafrika, wie auch zur Besclilussfa'ssung betreffend Neueinberufung eines Kongresses, muss das grosse A.-C. zusammentreten.4' Dazu bemerkt»} ich folgendes* Wir, also die Majorität des A.-C.:. sind damit einverstanden, das grosse A.-O. zu versammeln, sobald der Bericht der abzusendenden Expedition vorliegt, damit das grosse A.-C. diesen Bericht entgegennehmen könne, aber es scheint mir überflüssig, beizufügen, dass eine Beschlussfassung betreffend Einberufung eines neuen Kongresses erfolgen soll, denn ich kann mir .nichtvorstellen, dass eine Angelegenheit, für die gestern in der namentlichen Abstimmung 295 Delegierte gestimmt haben, einfach vom grossen A.-C. erledigt werden kann. Ich glaube nicht, dass es angängig ist, darüber anders zu entscheiden, als durch Vorlegung der Sache vor den Kongress. Wann der einzuberufen ist, hängt natürlich von Umständen ab. Nachdem ich Ihnen erkläre, dass der nächste Kongress nur nach Befragen des grossen A.-C. einberufen werden kann, nehme ich an, die Vertreter der 178 Delogierten seien einverstanden, diesen überflüssigen Passus wegzulassen. (Zustimmung.) Denn es könnte sonst dieselbe Sache als Zwischenfall jedem Kongresse, der kommen wird, vorgelegt werden und das hätte nur den Nachteil, dass die Delegierten und das A.-C. sich auf eine Debatte nicht genügend vorbereiten könnten. Es ist unmöglich, über eine Sache, für die 295 Delegierte gestimmt haben, einfach zu entscheiden, ob man noch je o o - ■■ y darüber wird sprechen'können oder nicht. Ich glaube, dass es richtig ist, das hier wegzulassen. Rechtsanwalt Rpsenbaum: Es könnte die Expedition aber den Bericht bringen, dass es unmöglich ist, etwas dort zu tun. Soll dann der Kongress einberufen werden? Präs. Dr. Tlerzl: Nein, dann fällt die Sache in den Papierkorb. Sie wissen, dass die Einberufung des Kongresses immer dem grossem A.-C. vorgelegt wird, das ist nie anders geschehen. Del. Dr. Levin: Selbstverständlich kann der neue Kongress nur über Wunsch des grossen A.-C. einberufen werden. Präs. Dr. Tlerzl: Ich erkläre Ihnen ja, dass selbstverständlich der nächste Kongress nur über Befragen des grossen A.-C. einberufen werden kann.