Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 268 (sequence 269)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 268 — Del. Sokolow (lebhaft begrüsst) : Ich habe hier eine kurze Mitteilung zu machen. Die allgemeine und jüdische, hebräisch geschriebene Eneyklopädie ist gegründet worden. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Eine einzelne Person hat das enorme Kapital, welches zu diesem Unternehmen notwendig ist, deponiert. Ich übernehme die ganze Verantwortlichkeit und bin in den Stand gesetzt worden, die Arbeit zu beginnen. Die Eneyklopädie soll geschrieben werden, die Gründung ist vollständig gesichert. Der Name dieser Person ist Herr Tworok aus Capetown. (Stürmischer Beifall und Händeklatsehen.) Ich habe mir die Freiheit genommen, von dieser Tribüne diese Tatsache zu proklamieren aus drei Gründen: 1. weil ich von dieser Tribüne aus vor zwei Jahren das Projekt einer hebräischen Eneyklopädie ausgesprochen habe; 2. weil der Gründer der Eneyklopädie als Zionist und unter der Annahme des Zionismus, vom Kongresse angeregt, das Geld dazu gegeben hat; 3. weil die Einkünfte und das Eigentum der Eneyklopädie zionistischen Zwecken gewidmet*worden sind. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Del, Dr. Leopo. Kahn: Meine sehr verehrten Anwesenden! Unser an Taten und wichtigen welthistorischen Geschehnissen so reiche Kongress konnte keine schönere Verzierung bekommen als durch diese Mitteilung. Was soeben mitgeteilt wurde, ist eine schöne nationale Tat. Wir haben allen Grund, von Kongress wegen dem hochherzigen Spender zu danken für das Opfer, das er dem jüdischen Volke im allgemeinen und dem Zionismus im besonderen gebracht hat. Wir dürfen aber nicht darüber hinweggehen, gleichzeitig unsern Dank dein in Amerika zustande gebrachten neuen Unternehmen einer leider in einer anderen Sprache erscheinenden jüdischen Eneyklopädie auszudrücken. (Lebhafter Beifall.) Präs.. Dr. Herzl: Jene, welche für die von Herrn Dr. Kahn soeben gestellte Proposition sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (!\ach einer Pause.) Angenommen. Ich habe jetzt, bevor ich Herrn Dr. Devins Antrag zur weiteren Verlesung bringe, die Genugtuung, dem Kongresse eine kleine Mitteilung zu machen, wrelche zeigt, dass die Bermruhigung, die gestern infolge verschiedener missverständlicher Auffassungen platzgegriffen hat, bereits einer beruhigenderen Stimmung platzgemacht hat. Und zwar geht das hervor aus der Spende, die ich jetzt verlesen kann. Herr Segalowitz, einer aus der Opposition, also ein Nein-Stimmer, spendet Pres. 265.— fürs „goldene .Buch" und Frcs. 350.— für die Expedition nach Ostafrika. (Stürmischer, langanhaltender Beifall und Händeklatschen.)