Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 267 (sequence 268)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 267 — und hat derselbe bereits in Jaffa seine Tätigkeit mit gutem Erfolge begonnen. Noch lässt sich über das neue Unternehmen nicht viel sagen. Der Zweck der Anglo Palestine Cy. ist ein rein kommerzieller. Wfir wollen Landwirtschaft und Industrie dort, heben und beleben, Import und Export in sichere Bahnen lenken. Auch dort werden wir nur langsamen, sicheren Schrittes vorgehen, um desto eher das bezeichnete Ziel zu erreichen. Schon der Anfang unserer dortigen Tätigkeit gibt uns ein Eeeht, zu hoffen, dass die Angio Palestine Cy. segensreich für Palästina und die zionistische Bewegung werden wird. (Beifall.) Eine erfreuliche Mitteilung aus den letzten Tagen kann ich Ihnen noch machen, die uns durch den Besuch unseres Präsidenten Dr. Herzl in Petersburg geworden ist. Wir haben jetzt die beste Aussicht, von der russischen Regierung die Erlaubnis zu erhalten, eine Filiale unserer Bank in Kussland zu errichten. (Grosser Beifall.) Und wir haben die besteil Aussichten, dass auch das Einfuhrverbot der Shares der jüdischen Kolonialbank bald aufgehoben wird. Wenn wir auch so weit alle Ursache haben, mit der Tätigkeit der jüdischen Kolonialbank zufrieden zu sein und froh sein dürfen, dass wir sie haben, so müssen wir uns andererseits vorhalten, dass es noch grosser Anstrengung bedarf und viel Arbeit erforderlich ist, bis die jüdische Kolonialbank das sein wird, was sie als finanzielles Instrument der zionistischen Bewegung zu werden berufen ist. iStoeh fehlen uns die überaus notwendigen Filialen in den verschiedensten Ländern. Xoch ist der grösste Teil unserer Aktien zu verkaufen, noch stehen wir am Anfang des weiten Weges, der uns zum Ziele führen soll. Und dennoch dürfen wir uns nicht überstürz'm, nichts Uebereiltes tun und müssen uns hüten, die Geschäftsleitung der Bank zu übereilten Schritten zu drängen. Die jüdische Koionialbank muss sich langsam entwickeln, sie darf Neues nicht eher unternehmen, bis das bereits Unternommene vollständig und gut durchgeführt ist. Sie darf nicht eher den zweiten Stein zum Bau einreihen, bis der erste fest und sicher gefügt ist, damit das, was wir mit so viel Arbeit und Mühe, mit so viel Aufopferung und Selbstlosigkeit erreicht haben, für alle Zeiten fest und sicher dastehe. Was Sie, meine Damen und Herren, — was die Zionisten, die uns hergeschickt haben, tun können und müssen, ist, unausgesetzt weiter für den Yerkauf von Shares bemüht zu sein. Mit jeder neuen Aktie, die verkauft wird, wächst die Kraft der Bank, die noch zu Grossem berufen ist. Es soll ausamserer jüdischen Kolonialbank die jüdische Kationalbank werden. (Lebhafter Beifall.) Del. Günzburg (London): Ich erlaube mir an den Herrn Präsidenten die Anfrage, ob dieser Vortrag heute schon für die Bank gilt oder ob eine eigene Versammlung der Bank stattfinden wird? Präs. Dr. Herzl: Nein, morgen ist Generalversammlung der Bank. Um aber dem Kongresse Gelegenheit zu geben, früher über die Bank zu sprechen, musste dieses Referat hier verlesen werden. Zu einer Mitteilung hat Herr S o k o 1 o w das Wort.