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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 260

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 260 (sequence 261)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 260 — in Wien eine Sitzung der Nationalfoiidskomniission statt* an der anwesend waren: die Herren Kosen bäum, Marmorek, B e n t - w i e Ii und der Sprechende; ausserdem die von der Kommission kooptierten Herren Jasinowski, Kremenezky, Belkowski; die übrigen blieben fern. Man konnte sich in dieser Sitzung über die juristische Form des Nationalfonds nicht einigen. Es lagen die verschiedensten Anträge vor. Ein Antrag Rosenbauni-Jasinowski ging dahin: Man solle nicht nur den Nationalfonde allein legalisieren, sondern die gesamte zionistische Organisation. Die anderen Mitglieder nahmen den Standpunkt ein, dass es fast unmöglich sei, den gesamten Kongress zu legalisieren mit Rücksicht auf bestimmte Länder. ISTur in westeuropäischen Ländern, in Deutschland, der Schweiz, England und anderen Staaten haben zionistische Vereine selbst das Recht juristischer Personen, in den östlichen Ländern nicht. Wir haben uns also gesagt, zur Zeit könne von einer Legalisierung der gesamten Organisation nicht gesprochen werden; man müsse abwarten, bis die Verhältnisse günstiger sein würden. Herr Prof. Mandelstamm hatte eine kleine Konferenz einiger russischer Juristen veranlasst, welche erklärten, es sei ein Ding der Unmöglichkeit, zur Zeit in Russland eine Gesamtorganisatioii zu legalisieren. Und nun trat Mr. B e n t w i e h, der sich eben auf der Durchreise befand, mit einem anderen Plane auf. Wir sollen, meinte er, den ISTationalfonds nicht als etwas Separates schaffen, sondern als Anhängsel der jüdischen Bank schaffen, in dem Sinne, dass die Bank als Treuhändler das Geld verwaltet und die juristische Vertreterin des ISTationalfonds ist. In der Sitzung in Wien haben insbesondere die dort anwesenden russischen Vertreter sich gegen eine Verschmelzung des Kationalfonds mit der Bank ausgesprochen, ebenso in der folgenden Abstimmung, welche wir im Wage eines an sämtliche Mitglieder des A.-C. versandten Zirkulars veranstalteten, sämtliche russische Mitglieder des grossen A.-C. mit Ausnahme des einzigen Ussischkin. Daraufhin sagte ich mir: Wenn die in Russland lebenden Mitglieder des A.-C, das heisst also die Vertreter der grössten Masse der Zionisten dagegen sind, wäre es zwecklos, hier einen Vorschlag zu machen, der nicht im Geist der Masse ist. Auch legte Herr B e n t w i c h, der vom A.-C. ersucht worden war, in dem von ihm angedeuteten Sinne einen Entwurf auszuarbeiten, innerhalb der ihm gestellten Frist diesen Entwurf nicht vor und wir kamen deshalb davon ab. Dann beschäftigte uns die Frage: W^o soll der Sitz des rTationalfonds sein? In England oder einem andern Lande? Wir glaubten, England sei der Vorzug zu geben, weil das Institut dann seinerzeit unter englischem Schutze stehen könnte und der englische Schutz im Orient viel gilt. Auch die Kolonisten Palästinas haben mir in einem Briefe einen dahingehenden Wunsch einstimmig ausgedrückt. Das führte wieder zur Frage, wenn der Sitz des ISTationalfonds England sein

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