Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 259 (sequence 260)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 259 — Del. Farbstein: Gestatten Sie mir, Ihnen im Namen der Nationalfondskommission Bericht zu erstatten. Vor allem ein Wort der Entschuldigung. Gemäss dem Organisationsstatute hätte Ihnen eigentlich ein schriftlicher Bericht vorgelegt werden sollen. Aber die letzte Sitzung der Natioiialfonclskommission fand erst am 22. August 1903 abends statt. Wir haben erst an diesem Tage abends unsere Schlusssätze redigieren können und aus diesem Grunde war es unmöglich, einen schriftlichen Bericht zu erstatten. Ich muss daher einen mündlichen Bericht vortragen. Dagegen werde ich zwei Berichte zirkulieren lassen, die seinerzeit von uns dem kleinen Kongresse erstattet worden sind. Sie werden diesen Berichten entnehmen, dass, so lange Gelegenheit war, schriftliche Berichte zu erstatten, dies auch geschah. Ich übergehe nun zu dem eigentlichen Berichte. Der letzte Kongress hat am 30. Dezember 1901 beschlossen, eine Kommission einzusetzen, die gemeinsam mit dem Aktions-Comite die Legalisierung des Nationalfonds durchberaten und vorbereiten sollte. Die gewählte Kommission bestand aus den Herren Dr. Bodenheimer- Köln, Bosenbaum-Minsk, Dr. J\ W. Marmorek-Wien, Dr. Bentwich, Dr. Kavenna, Dr. A. Marmorek-Paris, Prof. Gottheil-New-York, Kahn- Paris und Dr. Farbstein-Zürich. Ihre erste Aufgabe war, sich zu konstituieren. Diese Konstitution hat viel Zeit in Anspruch genommen: erst am 25. April 1902 wurde ein Präsident ernannt in Person des Sprechers. Tätig gewesen sind in unserer Kommission die Herren Dr. Bodenheimer, Bosenbaum, Gottheil und Bavenna. Herr Bentwich liess sieh am Anfang entschuldigen, weil er die Verhältnisse nicht kenne, Herr Kahn-Paris mit Bücksicht auf seine Unkenntnis der deutschen Sprache, Herr Dr. J. W. Marmorek, weil er unwohl war. Die Kommission musste einen Entwurf ausarbeiten und hier hat das Aktions-Comite den Sprecher sowie den Baseler Herrn Dr. Kern um ein Gutachten über die Form des Nationalfonds befragt. Der Bericht des Herrn Dr. Kern lautete dahin, dass nach Schweiz er recht die Form der Genossenschaft gewählt werden müsse. Ich will mich hier in juristische Details nicht einlassen. Ich bin mir dessen bewusst, dass ich vor Laien spreche und es würde zu weit führen, wenn ich mich auf die Verschiedenheiten der einen oder der anderen Form einlassen wollte. Es genügt, mitzuteilen, dass ich am 14. März 1902 einen Entwurf ausgearbeitet und an sämtliche Mitglider der Nationalfondskommission und des grossen A.-C. versandt habe. Es nahmen Stellung dazu die Herren Kahn, Dr. Kornhäuser, Bosenbaum, Jasinowski, Dr. Tschlenow, Losinsky, Ussischkin, Joel Weil, Babbiner Babinowitseh, Pineles, Bavenna, Vogelsohn, Dr. Bodenheimer, Goldberg. Von den übrigen Mitgliedern wurde keine Antwort gegeben; sie haben sich auch an der Debatte über diese Frage nicht beteiligt. Ende Juli hat das Aktions- Comite endlich auch zu dem Entwürfe Stellung genommen und einen modifizierten Entwurf vorgelegt. Daraufhin fand am 28. Oktober 1902 17*