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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 204

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 204 (sequence 205)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 204 — sondern nur über Palästina. Das war, als Herzl schon die Dokumente von der englischen Regierung in der Hand hatte. Wir haben also zweierlei Sachen hier, welche mit dem Zionismus und mit dem allgemeinen Judentum zusammenhängen. (Nur Zionismus!) Nein! Ich hatte die hohe Ehre, von der russischen Landsmannschaft in die Kommission gewählt zu werden. Ich war Generalredner und habe mich ausführlich darüber ausgesprochen. Ich will nicht darauf zurückkommen, ich spreche hier als praktischer Zionist, der vom Volke kommt. Ich spreche im Namen meiner Wähler in Russland und meiner Wähler in Amerika. Wir sprechen nicht über die Sache, sondern die Kommission wird darüber sprechen. Wir dürfen ja nur eine Kommission wählen. Gestern sprach Del. Reines für die Kommission, und er ist gewiss kompetent für die jüdische Religion und Wissenschaft. Nach ihm kam ein anderer Rabbiner, welcher sagte, dass die Kusri Juden waren. Wenn er die Geschichte so kennt, dann ist das freilich eine andere Sache. (Unruhe.) Ich komme zum Schlüsse. Es ist jetzt ein sehr wichtiger Augenblick, und wir können auf uns die Verantwortlichkeit nicht nehmen, dass wir die Sache einfach ablehnen. Was wird das Volk sagen, wenn es zu neuerlichen jüdischen Blutstürzen kommt? Zum erstenmal kommt eine Regierung nicht mit einem Stein, sondern mit Brot für das jüdische Volk. Sollen wir das von uns abstessen? (Zwischenrufe.) Wir müssen sagen, es soll ein Schwur sein zugleich denjenigen Herren, die für die Kommission sind. Um mehr handelt es sich doch nicht. Wie wir es von dem jüdischen Kunstverlage gesagt haben, ebenso sagen wir es von Ostafrika: Unsere vollsten Sympathien, aber an Geld keinen Pfennig! Das wird ein Geschenk für das jüdische Volk sein, das wir bekamen und wieder übergeben. Unsere Sache aber bleibt einzig und allein: Zion. Mit unserem Schwur wollen wir es bekräftigen, wir haben es nicht vergessen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Alle aber, die hier im Saale anwesend sind, können einen solchen Schwur, falls es zu etwas kommt, nicht leisten. (Erneuerter Beifall.) Allen, meine Damen und Herren, ist uns der grosse Vater des Zionismus, Dr. P i n s k e r , bekannt, der an das jüdische Volk einst die Worte richtete: „Es kann der Moment kommen, wo ihr etwas tun könnet, und schon vielleicht eure Nachkommen nicht mehr. Versäumt diesen Moment nicht, denn eure Nachkommen werden euch dann nicht segnen, sondern fluchen. Hüten wir uns, meine Brüder und Schwestern, zum Schaden unseres Volkes eine Gelegenheit, wie die jetzige, vorübergehen zu lassen. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Und wenn wir dann nach Zion gehen, dann wird eine andere Bevölkerung, die gesichert ist, die nicht zugrunde geht an dem Blutsturze der Assimilation, unser Andenken, das Andenken des VI. Kongresses segnen. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Präs. Dr. fierzh Ich bemerke, dass einzelne Herren die Hüte aufbehalten. Mit Ausnahme derjenigen Herren, die gewohnt sind, das Käppchen zu tragen, wollen alle anderen die Hüte abnehmen. Aber ohne Verzug. Auch auf der Galerie. Das Wort hat nun Herr Heinrich Rosenbau m. Del H. Rosenbaum: Ich muss gestehen, dass ich mich nicht wenig wundere, dass von den bisherigen Rednern auf einen Hauptpunkt so weni^ Gewicht gelegt wurde, nämlich auf die Frage: „Auf welche Basis hin hat das A.-C. es unternommen, in Unterhandlungen für Ostafrika einzugehen?" Während wir einfache Sterbliche uns für Palästina begeistern, werden wir plötzlich aufgerüttelt und viele gute Freunde rufen uns zu: Ihr seid Träumer, vergeudet eure Zeit mit Luftschlösserbauen. Sent her, was in der Zwischenzeit für euch bescheert wurde. Palästina ist nichts Realisierbares. Zion ist nötigenfalls auch gut, aber die Erlösung kommt nicht von Jerusalem, sondern von Ostafrika. Man hst

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