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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 192

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 192 (sequence 193)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 192 zirke fruchtbar machen. Wir werden jetzt auch daran denken können, in die einzelnen Kolonien vorsichtig einige. handwerksmäßige Elemente einzuführen, die dort von ihrer Tätigkeit für die Kolonisten genügend leben können; man wird ihnen Haus und Werkstatt bauen und ein Stück Gartenland zuweisen, sie werden die Verzinsung und Tilgung des Baukapitals und den Selbstkostenpreis des Bodens an die Zentralgenossenschaft leisten, der Zutritt zu sämtlichen Untergenossenschaften wird ihnen völlig offenstehen. Diese auf billigem G-rund und Boden angesiedelten, auf einen kaufkräftigen Markt angewiesenen,, mit genügendem Kapital ausgestatteten Handwerker werden selbstverständlich selbständige Elemente sein und werden das Gedeihen der Kolonie, der sie angehören, auf vielfache Weise fördern. Sie bilden einen ISTahem'arkt für viele Produkte der Landwirtschaft, der Dünger ihrer Haushaltungen und ihrer Stallungen kommt dem Lande der Kolonie zugute; sie stellen in der Erntezeit eine Schar billiger, weil nur kurze Zeit zu bezahlender Hilfskräfte, und sie gestatten vor allem, und das ist das Wichtigste, nach dem bekannten Gesetz Johanns v. Thünen, wonach die Intensität mit der Dichtigkeit des Marktes wächst, eine fortwährend steigende Intensität der Wirtschaft, oder mit anderen Worten: sie gestatten, das Land immer dichter mit landwirtschaftlichen Ansiedlern zu besetzen, ein Ergebnis, das, wie wir wissen, für die Zwecke unserer Kolonien von geradezu einsehneidender Bedeutung ist:, denn wir haben sehr viele Menschen unterzubringen. Mittlerweile sind die neuen Kolonien der zweiten Stufe ganz wie die ersten eingerichtet und in Betrieb gesetzt. Mögen sie auf etwas geringerem Boden angesiedelt sein: sie profitieren von den Erfahrungen der Kolonisten erster Stufe, sie profitieren vorder schon erfolgten Ausbildung der Grosshandelsgenossenschaft, der Absatzwege usw. und sie profitieren schliesslich von dem Imponderabile der Erfolgszuversicht und des bereits entfalteten genossenschaftlichen. Geistes. Man wird, um diese Stimmung zu stärken, die besten Elemente der Ansiedlungen erster Stufe durch das Anerbieten von entsprechend höheren Tantiemen am Reingewinn zu bestimmen versuchen, in die. neue Kolonie überzutreten, sozusagen als Unteroffiziere der Rekruten, und wird so in jede Kolonie einen Stamm genossenschaftlich vorzüglich geschulter Vorarbeiter hineinsetzen-können. Die so entstandenen Lücken wird man unter vorsichtiger Auswahl hier und da schon füllen können durch die Einberufung von gewerblichen Ansiedlern, deren bisherige Beschäftigung eine gewisse Gewähr dafür bietet, dass sie den Strapazen der Landarbeit gewachsen sein werden, z. B. Lastträger oder Bergarbeiter, abbr auch ausgesuchte andere jüngere Familienväter von rüstiger Kraft. Diese alle werden, in Reih und Glied gestellt mit geübten Landarbeitern, in vielen Fällen die Ausdauer und technische Gewandtheit zurückgewinnen, die ihnen nötig ist. Auch in diesen Kolonien werden städtische Elemente in grösserer Zahl als Handwerker usw. Unterkommen finden können.

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