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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 179

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 179 (sequence 180)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476266--2023-3478161
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— 179 — ökonomischen Gründen nach Palästina streben, sondern aus romantischen Stimmungen, aus Gefühlen, Tendenzen des Herzens (Beifall — Widerspruch), ebenso wie jetzt ein Komplex seelischer Zustände vorhanden ist, welcher die Juden drängt, die Aufmerksamkeit der alten Heimat zuzuwenden, so wird er auch beim Vorhandensein einer politischen Autonomie der Juden in Ostafrika bestehen bleiben. Folglich ist also der Hauptgrund, den Sie hier anführen, dass etwa Palästina vergessen werden könnte, nicht mehr stichhältig, lcn glaube damit die Hauptmotive angedeutet zu haben, welche für die Einsetzung einer Kommission Zumindestens sprechen, und ich glaube andererseits die Gründe widerlegt zu haben, welche die Herren Gegner gegen die Einsetzung einer Kommission hier vorgeführt haben. Und nun appelliere ich an die politische Reife und an das Interesse eines jeden Zionisten an der Lage unserer jüdischen Masse, dass wir uns davor hüten, ohne weiteres die Sache abzulehnen, sondern dass wir unsere Pflicht und Schuldigkeit erfüllen und eine Kommission einsetzen. Nichts ist leichter als nein zu sagen. Aber wir, die wir etwas schaffen wollen, stehen jetzt vor der Aufgabe, auch diese schwere Last auf unsern Rücken zu nehmen. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Vizepräs. Dr. Bodenheinier: Ich habe die Absicht, den Kongress zu fragen, ob er die Debatte schliessen will, nachdem von verschiedenen Seiten dieser Wunsch geäussert worden ist, obwohl der Kongress vor kurzer Zeit das Gegenteil beschlossen hat. (Lebhafte Zwischenrufe.) % Del. Buber: Sie haben mir das Wort zur Geschäftsordnung versprochen! Vizepräs. Dr. Bodenheimer: Erlauben Sie! Ich habe Sie hierher bitten lassen, um zu erfahren, weshalb Sie sich zur Geschäftsordnung melden. (Zwischenrufe seitens des Del. B u b e r.) Hören Sie doch wenigstens ruhig zu, was ich zu sagen habe. Dann können Sie sich ja melden. Ich habe also die Absicht, den Kongress zu befragen, ob er sofort schliessen will oder nicht, nachdem von verschiedenen Seiten ein derartiger Wunsch geäussert wird, obwohl, wie gesagt, der Kongress erst vor kurzer Zeit einen gegenteiligen Beschluss gefasst hat. Ich werde zur Begründung dieses Antrages einem der Herren, die sich gemeldet haben, das Wort erteilen. (Mehrere Delegierte rufen dem Präsidium zu, dass sie sich gemeldet hätten.) Es sind eine ganze Reihe von Herren, die denselben Antrag gestellt haben. Ich bitte also diese Herren, sich untereinander auf einen Sprecher zu einigen. Ich lasse nur einen Redner pro und einen Redner contra zu. (Nach einer Pause:) Zu diesem Punkte hat also nur Herr Rechtsanwalt Rosenbaum und wenn dieser nicht alle Momente erschöpfen sollte, auch noch Herr B u b e r das Wort. Del. Berger: Ich habe den Antrag unterzeichnet und mir schon vor einer Stunde das Wort zur Geschäftsordnung erbeten. Warum erteilen Sie es mir nicht? Vizepräs. Dr. Bodenheimer: Wir können doch unmöglich die Versammlung zu so vorgerückter Stunde mit einer Geschäftsordnungsdebatte aufhalten. Wenn ich einem Redner pro und einem Redner contra das Wort erteile, dann bin ich durchaus gerecht und unparteiisch. Del. Berger (spricht im Jargon). Vizepräs, Dr. Bodenheimer: Ich habe Herrn B e r g e r das Wort gegeben, obwohl ich nach der Geschäftsordnung dazu gar nicht verpflichtet bin, denn über derlei Anträge wird ohne Debatte abgestimmt. Ich will auch noch Herrn B u b e r das Wort geben, der zu demselben Gegenstande zu sprechen wünscht, bitte ihn aber, sich ganz kurz zu fassen. 12*

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