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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 176

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 176 (sequence 177)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476266--2020-3478158
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— 176 — zeit zu kurz wäre, wenn aber die Versammlung anderer Meinung ist, so werden wir rasch über diese beiden Anträge abstimmen. Der eine Antrag geht also dahin, den Generalrednern unbeschränkte Redezeit zu gewähren, der andere Antrag dahin, ihre Redezeit auf 15 Minuten zu beschränken. Ich bitte dies zu übersetzen. Del. Dr. Belkowski (gibt die russische Uebersetzung). Del. Baker (gibt die englische Uebersetzung). Del. Wimborne (spricht englisch). Vizepräs. Dr. Bodenheimer: Jene also, welche dafür sind, dass den Rednern eine unbeschränkte Redezeit gewährt werde, mögen die Hand erheben. (Geschieht) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Das Resultat ist nicht zweifelhaft; der Antrag ist abgelehnt. Nunmehr ersuche ich jene, welche für die Einschränkung der Redezeit auf 15 Minuten sind, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Der Antrag ist angenommen. Del. Dr. Bentwich (spricht englisch). Vizepräs. Dr. Bodenheimer: Wir werden jetzt die Generalredner wählen. Nachher werden wir weiter schlüssig werden. Del. Baker (übersetzt dies ins Englische). Del. Bentwich: Zur Geschäftsordnung! (Setzt englisch fort.) Vizepräs. Dr. Bodenheimer: Nach diesem Redner; Herr Borischansky hat das Wort. Del. Borischansky (spricht im Jargon. — Lebhafte Zwischenrufe). Vizepräs. Dr. bodenheimer: Ich bitte den Redner nicht zu unterbrechen. Del. Borischansky (Jargon): Mit Gegnern des Palästinaplanes haben wir schon zu tun gehabt, aber nicht mit Gegnern von Afrika. Delegierte können ihren Auftrag nicht ändern. H e r z 1, der von allen geliebt ist, ist es, weil er uns zu arbeiten gab und arbeitete da, wo unser Wille lag. Wir haben seit ewig nur e i n Heim vorzuweisen. Anderswo, auch bei den Kusari, ist aus einem Judenstaat nichts geworden. Man sagt, von Afrika aus werden, wir nach Zion noch wollen. Wer hat den Zionismus erweckt? Unsere Leidenden. Aus einem Ort, wo es uns gut geht, gibt es keinen Zionismus mehr. Soljen wir wünschen, dass es uns in Afrika schlecht gehen soll? Damit wir dann noch Zionismus haben? Afrika hat gar keine Werbekraft für uns. Wir bringen drei Tage mit nichts zu. Auch wir Russen verstehen etwas. Nicht die Sprache ist die Hauptsache, sondern was darin ist. Ohne Afrika, mit Erez Jisroel müssen wir nach Hause zurückkehren. (Stürmischer Beifall.) Del. Bentwich (spricht englisch — zur Geschäftsordnung). Del. I. L. Greenberg (spricht englisch — zur Geschäftsordnung). Del. Rechtsanwalt Rosenbaum: Entweder soll die Sitzung jetzt geschlossen werden oder aber, wenn die Redner weiter sprechen, muss auch die Abstimmung heute erfolgen, sonst wird bis morgen früh alles vergessen sein. Diese Frage ist doch gewiss sehr bedeutend. Viepräs. Dr. Bodenheimer: Das Präsidium beweist, dass es dieser Frage gewiss grosse Bedeutung beilegt, es achtet aber den Beschluss des Kongresses. Der Kongress hat vor kurzem beschlossen, die Wahl von Generalrednern noch in dieser Sitzung vorzunehmen und sie auch heute noch anzuhören. Ich kann nicht anders verfahren, als den Wünschen des Kongresses Rechnung tragen. Es wird dem Kongresse überlassen bleiben, nach Anhörung der Generalredner sich zu entschliessen, ob zur Abstimmung geschritten oder die Sitzung geschlossen werden soll.

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