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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 175

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 175 (sequence 176)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476266--2019-3478157
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— 175 — Del. Dr. Heinrich Loewe: Ich habe mich zwar in die Liste der Redner eintragen lassen, die für die Einsetzung einer Kommission sprechen sollten, im Laufe der Diskussion jedoch hat sich meine Meinung derart geändert, dass ich bitten muss, meinen Namen auf die andere Seite zu setzen. (Beifall.) Del. Temkin (übersetzt den Antrag Nossig ins Russische), Del. de Haas (ins Englische), Del. Dr. A. Marmorek (ins Französische). Präs. Dr. Kerzl: Ich ersuche jene Herren, welche den Antrag Nossig annehmen wollen, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Der Antrag ist mit 163 gegen 129 Stimmen abgelehnt. (Lebhafter Beifall.) (Es wird hierauf die Liste der vorgemerkten Redner verlesen. — Die Redner versammeln sich zur Wahl der Generalredner.) Präs. Dr. Herzl: Ich unterbreche jetzt die Sitzung auf eine halbe Stunde zur Wahl der Generalredner. Del. Podlischewski: Ich bitte jedenfalls, dass heute nicht die Abstimmung stattfindet, sondern erst morgen. (Die Sitzung wird um 10 Uhr 15 Minuten unterbrochen. — Nach ihrer Wiederaufnahme um 10 Uhr 45 Minuten:) Vors. Dr. Marmorek: Das Wort hat Herr Rabbiner Reines. Del. Rabbiner Reines (Lida, spricht im Jargon): Wrir haben den VI. Kongress. Derselbe macht auf mich einen Eindruck, den ich gar nicht schildern kann. Wir kommen zusammen wegen unseres armen Landes. Diese Tribüne ist dazu bestimmt für Zion zu reden. Sie wird aber benützt, um für Ostafrika zu reden. Vors. Dr. Alexander Marmorek: Herr Reines, Ihre Zeit ist um, ich bitte zu enden. (Widerspruch.) Es ist selbstverständlich, dass die bisher angewendete Einschränkung der Redezeit auf 10 Minuten auch auf die Generalredner Anwendung findet. (Widerspruch.) Wenn der Kongress anderer Meinung ist, so bitte ich einen Antrag zu stellen, und wir werden darüber abstimmen. (Lebhafte Zwischenrufe.) Ich werde also zuerst Herrn Rabbiner Reines aussprechen lassen und dann über den Antrag zur Abstimmung schreiten. Del. Greenberg (zur Geschäftsordnung. — Spricht englisch). Vors. Dr. Alexander Marmorek: Mr. Greenberg frägt an, ob der Kongress die Absicht habe, die Abstimmung über den vorliegenden Gegenstand noch diese Nacht vorzunehmen. (Lebhafter Widerspruch.) Ich glaube, es ist darüber abgestimmt worden, dass wir alle Redner noch heute hören sollen. (Lebhafter Widerspruch.) Vizepräs. Dr. Bpdenheimer: Die Meinung des Präsidiums geht dahin, dass wir, nachdem jetzt zur Wahl von Generalrednern geschritten worden ist, die Diskussion zu Ende führen, dass dann sofort die Sitzung geschlossen werde, und dass wir morgen früh mit der Abstimmung beginnen. (Lebhafter Widerspruch. — Rufe: Zur Geschäftsordnung!) Ich gebe niemanden in dieser Frage zur Geschäftsordnung das Wort, denn es wird mir mitgeteilt, dass über diese Frage bereits abgestimmt wurde, dieser Punkt also schon erledigt ist. Es ist hier ein Antrag eingereicht worden, und nur dieser Antrag ist demnach noch zulässig, dass den Generalrednern keine Zeitbeschränkung auferlegt werden soll. Demgegenüber ist ein anderer Antrag eingelaufen, die Zeit für die Generalredner auf 15 Minuten zu beschränken. Wir haben den Rednern bis jetzt zehn Minuten Zeit für ihre Reden gegeben. Ich habe nicht den Eindruck gehabt, als ob diese Rede-

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