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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 153

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 153 (sequence 154)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476266--1997-3478135
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—- 153 — Die Abstimmung: ist so unsicher, und es scheint eine derartige Stimmengleichheit vorzuliegen, dass ich gegen den Einschränkungsantrag entscheide. (Beifall und Händeklatschen.) Das Wort hat als nächster Redner Mr. B e n t w i c h. Del. Dr. Bentwich (spricht englisch). Präs. Dr. Herzl: Mr. Bentwich, es ist bisher kein Antrag auf 10 Minuten vorgelegen, sondern nur mehr Anträge für die Wahl von Generalrednern. Da der Kongress nicht einmal die Redezeit beschränken wollte, oder vielmehr, da dies zum mindesten unsicher war-, glaubte ich auch über die Wahl von Generalrednern nicht abstimmen lassen zu sollen. (Zustimmung.) Nun liegt aber ein solcher Antrag auf die Einschränkung der Redezeit auf 10 Minuten vor, und ich ersuche daher jene Herren und Damen, die für eine Redezeit von 10 Minuten sind, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Vizepräs. Dr. Nprdau (übersetzt die Frage ins Französische). Del. Baker (übersetzt die Frage ins Englische. — Es erfolgt die Abstimmung nach Vornahme der Gegenprobe). Präs. Dr. Herzl: Der 10 Minuten-Antrag ist angenomme n. Del. Dr. Leopold Kahn: Ich möchte nur eine kurze persönliche Bemerkung machen. Es ist ein Antrag eingebracht worden, gefertigt: Kahn. Ich bemerke nur, dass nicht ich der Antragsteller bin und beweise Ihnen dies damit, dass ich mich auf die Rednerliste gestellt habe, daher also gewiss nicht diesen Antrag einbringen werde. (Heiterkeit.) Del. Dr. Wortsmann: Wir haben, verehrte Versammlung, gestern von einem Herrn gehört, dass er mit dem Präsidenten des A.-C. nicht zufrieden ist, weil er nicht nach dem Basler Programm gehandelt habe. Ich muss sagen, meine Damen und Herren, wir müssen unserem Führer dankbar sein, dass er in der kurzen Zeit zwischen dem V. und VI. Kongresse Unterhandlungen bei Sr. Majestät dem Sultan geführt hat und zwar nicht nur Unterhandlungen bezüglich Ei-Arisch, sondern auch Unterhandlungen über Ostafrika. Er hat also mehr getan, als wir von ihm verlangen können. (Beifall.) Wir sind ihm dankbar, das soll aber nicht heissen. dass wir unbedingt alles annehmen müssen, was uns vorgelegt wird. Ich will hier weder für noch gegen Ostafrika sprechen, sondern will nur, dass man in Bezug auf diese Frage Klarheit schaffe. Unser Führer Dr. N o r d a u hat uns gestern gesagt, dass wir weiter für Palästina arbeiten müssen, dass wir unsere Kräfte nicht zersplittern sollen, und hat seine Rede damit geendet, dass wir für Ostafrika sein müssen. Das ist, meine Damen und Herren, ein gewaltiger Widerspruch, ein Paradoxon. (Lebhafte Heiterkeit und Zwischenrufe.) Meine Damen und Herren, ich bitte mir nicht von den wenigen Minuten noch etwas zu rauben. Ich bitte um Ruhe. Unser Führer Dr. Max Nord au hat gestern gesagt, dass wir nach Ostafrika gehen sollen und daran denken sollen, dass unser Endziel Palästina ist. Ich möchte wissen, wie wir das, wenn wir vom Kongresse nach Hause kommen, anfangen sollen. Vormittags werden wir für den Nationalfonds Geld sammeln, werden für die Jüdische Kolon ialbank Aktien verkaufen und nachmittags werden wir Aktien für die ostafrikanische Bank verkaufen. Ich verstehe nicht, wie man vormittags ein Zionist sein kann und nachmittags ein Ostafrikaner. (Heiterkeit, Beifall und Händeklatschen.) Meine Damen und Herren! Wer das Leben der Juden in New-York und London kennt, muss sagen, eine jüdische Autonomie, mit einer jüdischen Lokalregierung u. s. w. in Ostafrika ist ein Glück für das jüdische Volk, wiewohl sich die Juden in London und Amerika mehr . assimilieren als die in Westeuropa befindlichen Juden.. Wir müssen?b^r weiter gehen und müssen, wenn wir für die jüdische Autonomie in Ostafrika sind, und wenn wir ein ..Nachtasyl4'

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