Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 152 (sequence 153)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/3476254-3476266--1996-3478134- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
werden." Ein weiterer mit Kahn unterzeichneter Antrag lautet: „Ich beantrage die Redezeit auf 5 Minuten zu beschränken.44 (Beifall.) Endlich liegt ein Antrag Feldmann vor, jeden Redner über Ostafrika auf 5 Minuten zu beschränken und die später aus den Landsmannschaften zu wählenden Generalredner auf 10 Minuten. Der weitest gehende Antrag ist der. die Redezeit auf 5 Minuten zu beschränken. Del. Dr. Friedemann: Ich bitte keine Anträge anzunehmen, sondern, wie wir beschlossen haben, zunächst die Kommissionen tagen zu lassen. Wir haben gestern den Antrag gestellt, zu debattieren, bis die Landsmannschaften Material haben. Präs. Dr. Herzl: Ihre Bemerkung beruht auf einem Irrtum. Wir gehen nicht in das Meritum der Frage ein, sondern haben zu entscheiden, ob wir eine Kommission wählen und mit welchen Vollmachten. Del. Trietsch: Zur Geschäftsordnung möchte ich folgendes bemerken: Die Frage, von der wir sprechen, ist die wichtigste. Es wäre unangebracht, hier die Redezeit in der Weise zu beschränken, dass wir etwa zwei Stunden darüber sprechen. Ausserdem bemerke ich, dass wir wenig Informationen über das Land haben, und dass es zur prinzipiellen Entscheidung gehört, dass wir etwas wissen. Ich habe mir erlaubt, einige Karten mitzubringen, die ausgestellt werden könnten. Ausserdem wäre es notwendig, dass die Herren des A.-C, welche die Frage kennen, uns Informationen geben, damit wir wissen, worüber wir sprechen. Del. Jacobsohn: Ich möchte ebenfalls bitten, jetzt nicht sofort damit zu beginnen, die Redezeit zu verkürzen. Wir haben zwei oder drei Reden gehört. Jeder weiss, dass diese Frage die wichtigste ist, die wir je auf dem Kongresse behandelt haben. Dass die Frage in den Landsmannschaften ventiliert worden ist, wird nur die Wirkung haben, dass die Herren zur Sache sprechen werden. Alle haben gewisse Ansichten ausgetauscht, und wenn wir eine Reihe von Reden hören werden, werden wir sehen, wie die Landsmannschaften entschieden haben. Wir werden reife Ansichten hören. Es wäre schädlich, jetzt die Debatte sofort abzubrechen. Ich bitte also die Redezeit nicht abzukürzen. Del. Dr. Rosenbaum: Es ist notwendig, dass eine Aussprache über diese prinzipielle Frage erfolge. Nachdem aber zu viele Redner vorgemerkt sind, schlage ich vor, dass jede Landsmannschaft je einen Redner pro und contra mit unbeschränkter Redefreiheit nominiere. Präs. Dr. Herzl: Der weitgehendste Antrag ist der, welcher die Redezeit auf. 5 Minuten beschränken will. Die Entscheidung ist selbstverständlich Ihnen überlassen, aber ich mache Sie darauf aufmerksam, dass Sie durch die Beschränkung der Redezeit auf 5 Minuten einer wesentlich grösseren Anzahl von Rednern Gelegenheit geben, ihren Standpunkt kurz zu präzisieren. In 5 Minuten kann man das Wesentliche eines sehr grossen Gedankenganges sagen. (Zustimmung. — Widerspruch.) Sie werden entscheiden, wie Sie es für gut finden. Ich werde den 5 Minuten-Antrag zur Abstimmung stellen. Temkin, Dr. Nordau und Greenberg (übersetzen dies ins Russische, Französische und Englische). Präs. Dr. Herzl: Die Herren, welche dafür sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Es ist nicht möglich, die Abstimmungsziffer . genau festzustellen. Ich bitte daher die Herren Delegierten, auf die Plätze zu gehen und den Mittelgang freizuhalten. Ich werde die Abstimmung wiederholen. Diejenigen Herren, welche für die 5 Minuten-Redezeit sind, wollen die Hand erheben. (Die Vorgenannten geben wieder die Uebersetzung. — Die Abstimmung erfolgt.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe wird vorgenommen.)