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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 143

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 143 (sequence 144)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476266--1987-3478125
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— 143 — dass wir, wenn auf nicht auf die Leitung, so doch auf die Mitglieder der Alliance rechnen können. Für uns kommt es jedoch darauf an, dass wir in Zukunft nicht nur auf die Sympathien dieser Mitglieder rechnen können, sondern auf ihre tätige Mithilfe, und deshalb müssen wir uns bei Zeiten vorbereiten, deshalb müssen die Zionisten der Alliance darauf aufmerksam gemacht werden und dafür sorgen, dass sie alle Rechte, die ihnen zur Verfügung stehen, ausnützen. Die Lokal-Comites der Alliance sollen statutarisch jedes Jahr erneuert werden, während von der Zentrale alle drei Jahre ein Drittel der Mitglieder auszuscheiden hat. Die Lokal-Comitewahlen finden im allgemeinen gar nicht statt. Die Wahlen zum Zentral-Comite sind im vorigen Jahre zum erstenmal seit zehn Jahren vorgenommen worden, als wir mit dem Zaunpfahl winkten. Sorgen wir dafür, dass die Wahlen regelmässig stattfinden, stellen wir regelmässig Kandidaten auf, treten wir energisch für sie ein, dann werden wir eine wichtige zionistische Vorarbeit leisten, und werden für die Zionisierung unserer grossen philanthropischen Gesellschaften arbeiten. Ich möchte deshalb, um zu etwas Praktischem zu kommen, den Antrag stellen: „Der Kongress verpflichtet alle zionistischen Mitglieder der philanthropischen Gesellschaften, den ihnen gebührenden Einfluss möglichst zur Geltung zu bringen." Präs. Dr. Herzl: Nachdem vielfach der Wunsch geäussert worden ist, den Landsmannschaften Zeit zur Beratung zu lassen, so werde ich jetzt nur noch die nächsten Aufgaben des heutigen Tages verkünden und dann die Sitzung schliessen. Ich will aber bei dieser Gelegenheit einiges über die Ordnung nicht nur in diesem Saale, sondern auch in den anderen Lokalitäten, die wir den Landsmannschaften eingeräumt haben und in den Couloirs bemerken. In den Lokalitäten des Kongresshauses wird von den Gästen — von allen Delegierten selbstverständlich in noch viel höherem Grade — vorausgesetzt, dass sie die taktvollste Rücksicht nehmen auf das, was dem Kongress nützen und schaden kann. Sie werden, mich verstanden haben, und ich bitte Sie, auch von den Lokalitäten, die Ihnen zur Verfügung gestellt werden, nur jenen Gebrauch zu machen, der nicht zum Schaden des Kongresses gereichen kann. Diese Erinnerung gebe ich Ihnen jetzt mit, bevor Sie sich in die verschiedenen Landsmannschaften zurückziehen. Was die Ordnung im Saale betrifft, haben Sie gesehen, in welcher Weise wir uns bemüht haben, den Bedürfnissen und Wünschen Rechnung zu tragen. Das ist aber nicht genug, wenn nicht auch der gute Wille der Delegierten den Ordnern ihr heuer besonders schweres Amt erleichtert. Es ist mir insbesondere mitgeteilt worden, dass einzelne Delegierte sich gegen die Ordner widersetzlich benehmen. Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass, so wie ich hier den Kongress zu seiner eigenen Ordnung vertrete, so auch die Ordner nicht in ihrem persönlichen Interesse, oder in irgend, einem Parteiinteresse handeln, sondern im Interesse des Kongresses, dass daher von den Delegierten, vorausgesetzt wird, dass sie sich ohne jede Weigerung den Ordnern fügen. Sollte das dennoch nicht geschehen, so fordere ich hiemit die Ordner auf, mir die Personen zu bezeichnen und ich werde dann die Disziplinarmittel finden, um die Ordnung und Würde dieses Saales aufrecht zu erhalten. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ferner teile ich Ihnen mit, dass die Delegierten von Prankreich, Belgien, Italien, Bulgarien. Palästina, Aegypten und der Schweiz sich um 4 Uhr im Saale Nr. 4 versammeln. Der Permanenzausschuss der Landsmannschaften versammelt sich gleich nach Schluss der Sitzung im rückwärtigen Saale, die österreichische Landsmannschaft um 4 Uhr nachmittags im Saale Nr. 3. Die russische Landsmannschaft, bei welcher es vorhin etwas zu laut zugegangen ist, und an die sich meine Erinnerung besonders richtete, versammelt sich um VU Uhr im kleinen Kongresssaale. Die deutsche Landsmann-

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