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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 118

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 118 (sequence 119)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 118 — keit des Herrn Trietsch angegriffen. Er liat heute von mir gewünscht, dass ich ihm eine solche Erklärung gebe; die habe ich ihm rundweg abgeschlagen, weil ich ihm keine Erklärungen gebe, weil ich mit ihm keinen Frieden haben will. Del. Trietsch: Ich berufe mich auf Herrn Prof. Mandelstamm als Zeugen! (Unruhe und Zwischenrufe des Del. Trietsch.) Vizepräs. Dr. Nordau: Ich bitte den Herrn Trietsch in seinem eigenen Interesse, sich ruhig zu verhalten, da ich sonst gezwungen wäre, gegen ihn andere Massregeln zu ergreifen und ihn eventuell aus dem Saale weisen zu lassen. Dr. Herzl: Das, was Sie wünschen, werde ich sagen. — Herr Prof. M a n d e 1 s t a m m ist zu mir gekommen in Begleitung des Herrn T r i e t s c h mit dem Wunsche, dass ich Herrn T r i e t s e h eine Ehrenerklärung.gebe; er hat die Erklärung gewünscht, dass ich an der Ehrenhaftigkeit des Herrn Trietsch nichts auszusetzen habe. Dann soll die Kommission nicht stattfinden. Del. Trietsch: Meinethalben braucht sie auch nicht stattzufinden. Vizepräs. Dr. Nordau: Herr Trietsch, ich werde meine Drohung verwirklichen müssen. Ich bitte die Herren Ordner, sich bereit zu halten. Dr. Herzl: Ich habe gesagt, ich gebe Herrn Trietsch keine Erklärung ab, weil ich nicht will, dass die Kommission unterbleibt; die Kommission soll stattfinden. Aber ich gebe ohne Verpflichtung, weil ich mit Herrn T r i e t s c h nicht Frieden haben will, die Erklärung liier ab — und zwar ohne mich Herrn Trietsch gegenüber engagiert y.u haben. (Zwischenrufe. — Unruhe) — dass ich weder gestern noch heute, noch irgendwann an der persönlichen Ehrenhaftigkeit des Herrn T r i e t s c h gezweifelt habe. Was ich hier gesagt habe und wiederhole, ist etwas anderes: Herr T r i e t s c Ii kommt hierher und hält uns Vorlesungen über die Art, wie man eine Besiedlung machen müsse und wie man eine Verantwortung für das Schicksal wandernder, elender Menschen übernehmen soll, und darauf habe ieji Herrn Trietsch mit vollkräftigen Beweisen, die die Kommission untersuchen wird, geantwortet, dass bei ihm ein Mangel an Verantwortliehkeitsgefühl vorhanden ist und dass jemand, der nicht die Verantwortlichkeit fühlt, nicht eine solche Biesenbewegung, wie die unsrige, auch nur mit einem Worte beeinflussen darf, sondern dass er sieh nicht einmal um die Ortsveränderung einer einzelnen Familie bekümmern darf. (Stürmischer Beifall.) Das habe ich ihm gesagt und das halte ich aufrecht, ob es nun seine Kolonisationsgesellschafteii stört oder nicht, und ich habe mir gestern, Herr Dr. K o s s i g , in dieser Theaterszene eine Haupt Wirkung versagt, die Sie gefühlt haben, da Sie sich ja auch mit dergleichen beschäftigen, eine scene a faire, und diese scene a faire, die ich wohl gekonnt, aber nicht gemacht habe, will ich Ihnen jetzt sagen. Diese scene ä faire war nämlich die: Xachdem ich einen Beweis hierhergebracht habe, der aus dieser zerhatterten, gestorbenen, verdorbenen Unternehmung des Herrn T r i e t s c h noch übriggeblieben ist, hätte ich eine Frage an ihn richten

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