Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 117 (sequence 118)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3476254-3476266--1961-3478099- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 117 — teile. (Stürmischer Beifall.) Es macht mir gar keine Verlegenheit, es zu sagen. Aber Herr Dr. N o s s i g hat hier noch etwas anderes gesagt. Er, der Verteidiger und Genosse des Herrn T rietseh, hat sich darüber aufgehalten, dass ich von dieser unglücklichen Frau gestern hier gesprochen habe. Ja, alle sind eben nicht gestorben! Es waren auch nicht mehr alle zu finden, denn das ist ein wanderndes Elend, das verliert sich, einige passieren aber unser Bureau und seit dieser Frau waren noch andere da, wie unser Sekretariat bestätigen kann. Del. Trietsch: Ausgerechnet in diesem Jahre, wo man das Material brauchte. Dr. Herzl: Xieht nur in diesem Jahre, sondern die sind in einer Zeit gekommen, wo die Angriffe des Herrn Trietsch bereits in der 0 Öffentlichkeit stattgefunden haben. Da habe ich meine sonstige Gewohnheit, Herrn Trietsch freien Lauf zu lassen, nicht beobachtet. Diese Frau ist zufällig an einem bestimmten Tage gekommen, ich weiss nicht mehr, was es war, aber ich habe damals gesagt: Die schickt der Zufall her! Nun wollen wir sie festhalten! End ich habe sie auch festgehalten und sie ist nun hier! Dr. Xossig findet nun. dass ich nicht von diesen wenigen Opfern ■— ich finde, es sind genug — sprechen sollte, sondern dass man von meinen Opfern sprechen sollte, nämlich nicht von den Opfern, die ich gebracht habe (Heiterkeit), sondern von denen, die ich gemacht habe. Es existiert ein Brief des A.-(A, der so oft geschrieben werden muss, dass wir eine stehende Form dafür haben. In diesem Briefe heisst es, dass wir niemand enconragieren oder auch nur irgendwie unterstützen können, der sich zu einer verfrühten Auswanderung entschliesst. Es werden von uns nur Briefe geschrieben, Boden gehalten und Erklärungen gegeben, aus denen hervorgeht, das? wir zwar arbeiten — und ich glaube, das muss uns auch der Gegner lassen, dass wir arbeiten — aber dass wir darum die heute nicht zu verfrühter Auswanderung oder sogar verfrühten Hoffnungen enconragieren. In meiner Bede, in der Sie soviel heruingesueht haben nach .Materia] für Ihre Angriffe, steht auch, dass wir selbst auf dieses autonome Gebiet hin nicht die .Auswanderung anregen werden, dass wir selbst damv wenn wir einen Charter in Ostafrika haben, selbst wenn wir schon ein Auswanderungsziel haben werden, keine Bewegung hervomtfen wollen, und da kommen Leute hi eher und sagen, dass es Opfer gibt (Pfui!), die durch mich irgend, wohin geführt oder getäuscht worden wären. Nein: Das ist nur eine geschickt rednerische Wendung, wenn sie unabgewehri bleibt. Aber vergessen wir doch nicht und lassen wir doch nicht verdunkeln, um Avas es sich eigentlich gehandelt hat. Ich habe Hern» Trietsch, von ihm auf das Schwerste provoziert, von ihm mit Vorwürfen angefallen, die ich nicht verdient habe, etwas ganz Sachliche?» entgegengehalten und habe daraus auch nicht einmal übertriebene Folge rangen gezogen. Ich habe insbesondere nicht einmal die Ehrenhaltig-