Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 113 (sequence 114)
- Language
- German, English, Hebrew
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wir Nilwasser unter dem Siieakaiial durchfuhren, in. Syphons, für die wir ebenfalls schon alle Projekte hatten, hinauipumpen, und es von dort teils durch Benützung des natürlichen Gefälles, teils durch wasserbauliche Einrichtungen für die Land Wirtschaft gewinnen. Bas wäre ein sehr grosser, sehr interessanter und technisch durchführbarer Plan gewesen, nach dem Gutachten der besten Fachleute, die es gegenwärtig in der Welt gibt, nach dem Gutachten der ägyptischen Wasserbaukünstler. Dieses Wasser aber, welches die Grundlage der Ansiedlung hätte werden können und müssen, konnte uns von der ägyptischen Regierung nicht gegeben werden, weil sie so viel Wasser nicht entbehren konnte und weil ihr das Hemd näher ist als der Rock, weil sie für .ihre eigenen Staatsangehörigen sorgen nmss, und das Wasser, welches in dieser Gegend das Lebenselement aller Wirtschaft ist, nicht hergeben kann. Del. Trietsch: Ist hier eine Frage erlaubt? Ich glaube, die Sache wird dadurch abgekürzt und nicht verlängert werden. Ich möchte mir hier eine Frage einzuschieben erlauben, die Herr Dr. He rzl mir beantworten kann. Es handelt sich um folgendes: Die Frage des Herrn Dr. Nossig war nicht so primitiv, wie Herr Dr. He rzl meinen dürfte. Vizepräs. Dr. Nordau: Ich glaube .... Präs. Dr. HerzI: Lassen Sie nur ... (zu Del. Trietsch gewendet:) Sprechen Sie nur. Del. Trietsch: Es handelt sich dabei um die Hauptfrage, mit wieviel Leuten sollte angefangen werden? Wenn der Versuch gemacht werden sollten, mit 20 000 Leuten und mehr, dann gebe ich zu, brauchte man grosse, teure Wasserwerke. Wenn aber ein kleiner Anfang gemacht werden könnte — und ich weiss nicht, ob der nicht tausend Personen umfassen könnte — dann ist es eine Frage, ob die Stauwerke in Wadi El-Arisch nicht genügt hätten. Herr Dr. He rzl hat da einen kleinen Irrtum gehabt, den er mir aufklären wird; wie mir scheint, ein Irrtum. Er sprach zuerst von kostspieligen Bauwerken und zitierte nachher die inexpensive dams, und ich weiss, dass solche Talsperren verhältnismässig sehr geringe Kosten verursachen. Dr. Ilerzl: Herr Trietsch, ich glaube, Sie sollten die Geduld der Versammlung denn doch nicht zu sehr in Anspruch nehmen. Ich werde Urnen gleich antworten. Es gibt zweierlei Installationen. Es gibt die inexpensive dams, von denen ich zuerst gesprochen habe, das sind die von El-Arisch, von der Küste auf 15 englische Meilen entfernt, das waren die billigen Dämme, von denen ich gesprochen habe. Ausserdem gibt es ein System sehr kostspieliger Wasserarbeiten, von denen ich dann gesprochen habe, nämlich die Durchführung des Xilwassers unter dem Suezkanal, und das alles, was von diesen 15 Meilen Entfernung höher hinauf nach der südlichen Sinaihalbinsel zu, gefolgt wäre. Das wären Auslagen enormer Art gewesen. Ich erwähne, dass wir für den Anfang selbstverständlich kleine Zahlen ins Auge gefasst haben und unter den zahlreichen Berichten — sie sind ein ganzes Buch, ein höchst interessantes Buch — befinden sieh auch Vorschläge für gewisse Aiifangsarbeiten im kleinen. Natürlich gehen unsere Anschauungen über die Art und Weise der Ansiedlung und über die Zahl der Ansiedler, die man irgendwohin führen kann, ganz auseinander, S