Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 111 (sequence 112)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 111 — „Welt", welche sonst in Wien gedruckt wird, wird während des Kongresses in Basel gedruckt, und der Drucker hier hat dieses Klischee hineinzugehen versucht. Herr Dr. Werner teilt mir mit, dass dieses Klischee liier nicht herzustellen ist. (Del. T r i e t s c h: Das lässt sich im Satz machen.) Herr T riet seh hei ehrt mich, dass dies im Satz zu machen ist. Ich halte aber die Gefahr in Basel geringer, als irgendwo sonst. Wir sind ja hier als Baseler Programm versammelt. Hier lebt es ja. (Beifall und Heiterkeit.) Aber jedenfalls wird dein Wunsche des Herrn Scheinkin nach Möglichkeit auf das Schleunigste Eeclmung getragen werden. Herr Scheinkin hat weiter behauptet, dass die Orthodoxen gegen Ostafrika sind. Ich glaube, es steht uns noch eine ganze Diskussion über Ostafrika bevor. Aber ich habe nicht die Ansicht gewinnen können, dass die Misrachi schon ihren Standpunkt auf der Tribüne präzisiert haben. Ich will jedoch der Debatte nicht vorgreifen und Herrn Scheinkin nur sagen, dass er keinen Unterschied machen darf zwischen Anschauung und Arbeit, so weit es sich auf Palästina bezieht. Kichts gibt ihm eine Veranlassung, zu glauben, dass wir da hinterhältig vorgehen. Wir haben einen schwierigen Augenblick. Wir haben uns grosse Mühe gegeben in den Eeden, die dem Kongresse vorgelegt worden sind, den grossen Schwierigkeiten der jetzigen politischen Situation Eeclmung zu tragen, und ich bitte Herrn Scheinkin, unvoreingenommen und ohne jede Angst um eine Front- oder Programmveränderung die wenigen Zeilen, die sich darauf beziehen, in meiner Eede nochmals nachzulesen,, und ich glaube, dass Sie vollständige Beruhigung darin finden werden. Herr Dr. Weitzmann hat gefragt, ob wir den El-Arisch-Plan aufgegeben haben. Dies ist eine jener Fragen, die in mehreren Eeden sich wiederholt haben. In. der Erklärimg, die wir Urnen über das Scheitern unserer El-Arisch-Arbeiten gegeben haben, sind wir auf die Gründe nicht eingegangen. Aber ich will auf die Frage des Herrn Dr. Weitzmann doch eine Auskunft geben, die vielleicht auch anderen Eednern die Beruhigung geben wird, dass wir diese Unternehmung, der wir so viel Aufmerksamkeit und Anstrengung zugewendet haben, nicht leichthin haben fallen lassen. Die Verhandlungen über El-Arisch sind gescheitert, weil sich die Unmöglichkeit herausgestellt hat, bei einer nicht genügenden Wasserversorgung das Land ansiedelungsf ähig zu machen und es war das der Standpunkt der ägyptischen Regierung, der uns nur zeigt, mit welchem fürsorglichen Ernst die Frage dort behandelt worden ist. Es ist klar, dass eine Ansiedlung ohne die genügenden landwirtschaftlichen Aussichten nur dazu führen könnte, die Ansiedler in eine Kotlage zu bringen und die Regierung hat Furcht gehabt, dass beim Misslingen einer grossen Kolonisation diese gescheiterten Ansiedler der ägyptischen Regierung und dem ägyptischen Lande zur Last fallen könnten. Man