Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 110 (sequence 111)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 110 — prüft und sind sehr zufrieden mit dem, was wir in den Berichten gefunden haben. Sie werden bei Gelegenheit der Bankdiskussion und der Generalversammlung weiter unterrichtet werden. Ich will nur eins erwähnen. Wir haben unsere Aufsicht über die Bank so ernst genommen, dass wir Ueberprüfungen aller Art in unerwarteten Zwischenräumen vorgenommen haben. Wir haben uns insbesondere um das Portefeuille gekümmert und die Sicherheit gewonnen, dass dasselbe vorzüglich ist. Das ist das, was ich über die Tätigkeit des A.-C. als Aufsichtsrat zu sagen habe. Sperr Dr. P a s m a n i k hat die Frage gestellt, was es mit den 108 000 Frcs. Heise- und Agitationskosten sei, denen für Palästina 530 Frcs. gegenüberstehen. Darauf habe ich folgendes zu bemerken: In der Post Eeise- und Agitationskosten sind inbegriffen diejenigen Beträge, welche von den einzelnen Ländern zurückbehalten werden, welche also gar nicht in die Kasse des Zentral-Comites gelangen. Es befinden sich in dieser Post auch alle Ausgaben, die für Palästina gemacht worden sind. Und dazu ist zu bemerken, dass von dieser Post von Eussland allein 80 000 Frcs. zurückbehalten worden sind und zwar von den russischen Comites nach den Abmachungen, die sie getroffen haben, für Eeise- und Agitationskosten in Eussland, so dass also nur 28 000 Frcs. auf die anderen Länder und die sonstigen Eeise- und Agitationsausgaben fallen, wobei wieder zu bemerken ist, dass in den einzelnen Ländern 25 Prozent zurückbehalten werden. Es ist also der Betrag sehr gering, der vom Central-Comite für solche Kosten verwendet worden ist, worunter auch die Palästinaausgaben sind. Die 530 Frcs. sind keine Ausgabe, sondern eine Einnahme. Sie stehen auch auf einer anderen Seite der Bilanz. Sie wurden von uns nicht ausgegeben, sondern sie stellen eine Spende vor, von Doktor Tsehleno w, zum Zwecke der Palästinaforschung. Dieser Vorwurf scheint also nicht ganz begründet. (Heiterkeit.) Herr Dr. Pasmanik hat sich auch über das Verhältnis des engeren A.-C. zum grossen A.-C. erkundigt. Dies, muss ich sagen, halte ich mehr für eine interne Frage des grossen A.-C, und ich möchte dies umso weniger Her besprechen, als ich, offen gestanden, nicht immer damit einverstanden bin, wie wenig wir von der 'Tätigkeit des grossen A.-C. erfahren. Ich möchte aber diese kleine häusliche Differenz lieber im grossen A.-C. austragen, wo es ohne Zweifel auch gelingen wird. Herr Lilien hat sieh nach Veränderungen im Wortlaute des Parteiprogrammes erkundigt. Meines Wissens sind keine vorgekommen. Wir würden nie eine Veränderung vornehmen, wir beabsichtigen keine, wie Sie aus unseren Eeden gehört haben, jedenfalls ist dies eine Sache, die den Kongress angeht. Da komme ich gleich zu Herrn S c h e i n k i n, der sieh sehr beunruhigt -erkundigt hat, warum auf dem Deckblatte der „Welt" das Klischee unseres Programmes fehlt. Das hat, Herr S c h e i n k i n, einen reinen typographischen Grund. Die