Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 109 (sequence 110)
- Language
- German, English, Hebrew
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~ 109 — gearbeitet, was Sie liier erfahren haben. Sollte dieser Wunsch berechtigt sein, so wird er, namentlich in Zukunft, von den Landes-Comites gewürdigt werden müssen. Mit den Gruppierungen der Parteien haben wir eigentlich nichts zu schaffen. Wir haben nichts darüber mitzuteilen und können es auch nicht, da wir erst auf dem Kongress erfahren, wie stark die einzelnen Parteien sind, und es ist nicht unsere Aufgabe, zu verfolgen, in welcher Weise sich die Parteien vermehren, es ist wenigstens nicht unsere Aufgabe, dies dem Kongresse mitzuteilen. Herr K o senbaum fragt, warum die Bankkommission nicht zusammengetreten ist. (Del. E o s e n b a u m: Ich habe gefragt, warum das A.-C. der Bankkommission nicht Gelegenheit gegeben hat, dem Kongress ihr Eeferat mitzuteilen.) Sie kommen mit einer gewissen Beharrlichkeit auf dieselben Sachen zurück. Diese Banlckommission ist seit drei Jahren nicht mehr gewählt worden. Das ist also ein Fehler des Kongresses. Del. Dr. Rosenbaum: Die Frage ist so wichtig, dass Sie mir wohl erlauben, eine Frage zu stellen. Die Kommission wurde am III. Kongress gewählt und hatte für den IV. Kongress ihr Elaborat vorbereitet. Dieser hat aber beschlossen, dass über die Arbeit der Kommission nicht der IV., sondern der V. Kongress urteilen soll. Diese wurde nun nicht auf die Tagesordnung gestellt, sondern blieb dem VI. Kongress vorbehalten. Dann habe ich gebeten, man solle im A.-C. verhandeln, welches dem Kongress Mitteilung zu machen habe. Dir. Herzl: Das wäre nach Analogie des in Gedanken stehen gebliebenen Postens, eine in Gedanken stehen gebliebene Kommission. Jedenfalls wissen wir seit drei Jahren nichts mehr von der Existenz dieser Kommission, das müssen Sie also dem Kongresse vorwerfen. Sie haben dreimal die Gelegenheit gehabt, die Neuwahl zu verlangen, Sie haben x-mal die Gelegenheit gehabt, die Sie benützt haben, um über das Verhältnis zur Bank zu sprechen, ich wundere mich, dass Sie uns darüber Vorwürfe machen. Diese Kommission existiert nicht, wir können ihr deshalb nicht das Wort geben. Was die Beziehungen des A.-C. zu den Kommissionen betrifft, so kann ich antworten, dass wir nicht ermangelten, die Kommissionen zur Arbeit aufzufordern. Ich werde, wenn Sie es wünschen, aus den Büchern heraussuchen lassen, warna und wie oft dies geschah. Eine Disziplinargewalt haben wir nicht. Wenn wir von ihnen nichts hören, können wir nichts tun, als dass wir uns endlich entschliessen dürften, den Kongress zu bitten, überflüssige Kommissionen nicht zu wählen. Herr Eeehtsanwa.lt Eosenb a u m hat ferner gefragt, was das A.-C. als Aufsichtsrat getan hat. Darauf ist unsere Antwort: Wir haben als Aufsichtsrat die Aufsicht geführt; ein Delegierter, der hinter mir steht, flüstert: Sogar zu viel. (Heiterkeit.) WTir haben die Aufsicht geübt, aber uns in die Geschäftsführung nicht eingemischt, uns jedoch über den Gang der Geschäfte fortlaufend unterrichtet. Wir haben uns allwöchentliche Berichte geben lassen, haben diese Berichte ge-