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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 100

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 100 (sequence 101)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 100 — all wird die zionistische Bewegung grösser und grösser, es vermehrt sich die Zahl der Vereine, es wurden neue Schulen gegründet, und fast jede Schule hat eine Bibliothek, womit natürlich zusammen mit der Bewegung auch unsere Kultur verstärkt wird. Mit einem Worte: die zionistische Bewegung geht mit Riesenschritten vorwärts. Vizepräsident Dr. Bodenheimer (unterbrechend): Es liegt ein Beschluss des letzten Kongresses vor, dass Reden von den Kongressmitgliedern nicht vorgelesen werden dürfen. Ich bitte sich darnach zu richten, denn ich sehe, Sie lesen Ihre Rede aus einem Manuskript. Del. Bolasny: Ich habe es mir niedergeschrieben, weil es mir schwer fällt, frei zu sprechen. Aber besonders Ihr, meine Kollegen aus. Russland, sagen wir uns selbst, ist es denn tatsächlich so? Ich hätte viel darüber sagen können. Anstatt aber meine eigene Aeusserung darüber auszusprechen, werde ich mir erlauben, Ihnen einen Brief, den ich vom Vorstand des Vereines, der mich zum Delegierten des Kongresses gewählt hat, vorzulesen. Bevor ich diesen Brief verlesen werde, will ich jedoch noch ein paar Worte sagen. Der Mann, der diesen Brief geschrieben hat, ist ein treuer zionistischer Arbeiter, seitdem die Bewegung begonnen hat. Diejenigen Herren Delegierten, welche den Brief nicht ganz verstehen werden, weil er in der jargonischen Sprache geschrieben ist, bitte ich, mich nicht zu unterbrechen. Wenn es nachher nötig sein wird, werde ich oder einer von den Uebersetzern den Inhalt des Briefes in die betreffende Sprache übersetzen. Vizepräs. Dr. Bodenheimer: Ich habe bereits erklärt, dass ich die Verlesung von Referaten nicht zulassen kann. Wenn Sie wünschen, werden wir das Schriftstück in Druck legen und unter die Kongressmitglieder verteilen lassen. Ihre Zeit ist um. Del. Dr. Jacobsohn (spricht russisch). Sokolow (übersetzt): Dr. Jacobsohn meint, dass Dr. Pasmanik die Frage des Verhältnisses des grossen A.-C. zum engeren A.-C. nicht an der richtigen Stelle berührte. Die Frage ist sehr wichtig, gehört aber nicht zur gegenwärtigen Debatte, sondern zur Frage der Organisation. Da wird es nötig sein, die Beziehungen des grossen zum kleinen A.-C. zu regeln. Die Rede des Herrn Jabotinski wiederzugeben, fällt mir sehr schwer, weil er mehrmals unterbrochen wurde, und weil während seiner Rede grosse Unruhe herrschte. Er begann über das Thema zu sprechen, von dem Herr S y r k i n gesagt hat, dass man im Kongresssaale darüber nicht sprechen soll. Das hat seitens des Kongresses einen Protest hervorgerufen. Dann ist Herr Jabotinski auf die Ereignisse vom 7. April zu sprechen gekommen und wurde wieder vom Kongresse unterbrochen. Dann berührte Herr Jabotinski die Frage der Fraktionen und sprach sich dahin aus, dass es besser wäre, wenn die Zionisten sich nicht in Parteien trennen, sondern einig arbeiten. Del. Bondk Hoher Kongress: Ich komme von Böhmen. (Heiterkeit.) Und werde Ihnen keine politische Rede halten, weil wir bis auf sehr geringe Ausnahmen dem hohen A.-C. das volle Vertrauen schenken, und wir sind froh, dass wir an die positive Arbeit treten können. Wenn wir Zionisten unsere Existenz als - Volk erfolgreich erringen sollen, müssen wir auch auf die Förderung unserer gemeinschaftlichen wirtschaftlichen Interessen bedacht sein. Wir sollten in unserer Presse auf solche wirtschaftliche Artikel aufmerksam machen und unsere Genossen darauf lenken, dass im gemeinschaftlichen Interesse die Brotfrage zugunsten unserer nationalen Ziele rechtzeitig gelöst werde. Die Propaganda für die Wirtschaftsideen sollte von einem Konsortium tüchtiger Männer ausgehen, welche mit den kaufmännischen Usancen, den Zoll- und Frachtverhältnissen, kurz, mit dem

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