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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 93

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 93 (sequence 94)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476266--1937-3478075
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— 93 — Parteien, sondern ein einheitliches, starkes:, mächtiges jüdisches Volk. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Vizepräsident Dr. Bodenheimer (den Vorsitz übernehmend): Geehrter Kongress! Gestatten Sie mir einige Worte, da ich erst heute dazu komme, Ihnen in Ruhe Einiges vom Präsidententische zu sagen. Ich bin heute zum erstenmale in der La^e, Ihnen mitzuteilen, in welcher Weise ich in bestimmter Richtung das Präsidium zu führen beabsichtige. Ich tue das, weil jetzt Ruhe herrscht und deshalb nicht angenommen werden kann, als ob ich in der Erregung des Augenblickes, beeinflusst von irgend welcher Richtung, sprechen würde. Ich beabsichtige allen Richtungen des Kongresses gerecht zu werden, aber auch strenge nach den Bestimmungen unserer Geschäftsordnung das Präsidium auszuüben. In erster Linie wird mein Bestreben dahin gerichtet sein, übermässig breite Geschäftsordnungsdebatten zu verkürzen und zu diesem Zwecke bitte ich die Delegierten, welche beabsichtigen, zur Geschäftsordnung zu sprechen, sich nicht zum Worte zu melden, sondern nach oben zu kommen und den Herrn Beisitzern Mitteilung zu machen. Die Anträge zur Geschäftsordnung sind schriftlich einzureichen und ich werde nach Bedürfnis den Antragstellern zur Begründung das Wort erteilen. Ich bemerke noch folgendes: Die Bedeutung dieses Hammers, den ich hier führe, scheint nicht allen Delegierten gleichmässig klar zu sein. Wenn dieser Hammer auf den Tisch fällt, hat Ruhe einzutreten, damit der Präsident zu Worte kommt. Dann hat jede Erregung niedergehalten zu werden, dann hat jeder sich die grössten Schranken aufzuerlegen, damit in einer zionistischen Versammlung, wie sie der Kongress darstellt, eine würdige Ruhe herrsche, wenn der Präsident spricht. Meine Damen und Herren! Wenn ich von dem Hammer des Präsidenten spreche, erinnere ich mich daran, dass der Führer der Makkabäer seinen Namen von einem Hammer hatte: makkabi — mein Hammer. Und nun, meine Herren, so wie die Makkabäersöhne dem Hammer des Makkabäers folgten, so bitte ich Sie, dem Hammer des Präsidenten des Zionistenkongresses Folge zu leisten. (Beifall.) Das Wort hat nun Herr Dr. Louis Fraenkel. (Lebh. Beifall.) Del. Dr. Fraenkel (Kopenhagen): Geehrte Kongressmitglieder! Aus politischen Rücksichten ist mir von russischer Seite nahe gelegt worden, dass ich lieber nicht vorbringen soll, was mir am Herzen liegt. Ich verzichte deshalb aufs Wort. (Beifall.) Vizepräs. Dr. Bodenheimer: Das Wort hat Frau Feigenbaum aus Wien. Del. Frau Feigenbaum: Ich habe mich zur „Agitation" zum Worte gemeldet. Vizepräs. Dr. Bodenheimer: Dann hat Herr Aron Markus das Wort. Del. Aron Markus verzichtet auf das Wort. Del. Dr. Schlaposchnikow (spricht russisch). Vizepräs. Dr. Bodenheimer: Sprechen Sie vielleicht über Ostafr'ka? (Rufe: Nein, zum Rechenschaftsbericht.) Del. Kohan-Bernstein (übersetzt): Herr Dr. Schlaposchnikow, sich auf den Bericht des Dr. Herzl stützend, konstatiert drei Stadien: Erstens die Bemühungen wegen Palästina, zweitens wegen El-Arisch und drittens wegen Ostafrika. Man ist von einem Projekt zum anderen übergegangen, bevor man mit einem fertig war. Jetzt soll eine Kommission gebildet werden über die ostafrikanische Frage. Er schlage aber vor, über Afrika und El-Arisch nicht zu sprechen, bis es gewiss ist, dass man in Palästina nichts machen kann. Del. Dr. Fink (lebhaft akklamiert): Geehrte Damen und Herren! Im Namen unserer Fraktion „Misrachi" (Beifall) habe ich die Ehre, zunächst Ihnen folgenden Beschluss zur Kenntnis zu bringen: Wir erachten es zur

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