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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 82

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 82 (sequence 83)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476266--1926-3478064
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— 82 — Ionisation, auch die Kleinkolonisation, nicht gestattet ist, in den Nebenländern von Palästina ansiedeln sollen. Wir sollten unser Augenmerk ferner 'darauf richten, von Sr. Majestät dem Sultan zuförderst die Aufhebung des Einwanderungsverbotes zu verlangen und diese Errungenschaft in dem Sinne ausnützen, dass wir in allen uns zur Verfügung gestellten Gebieten Kolonien anlegen, dass wir auch Städte füllen, dass wir vor allem so viel Terrain, als wir nur in Palästina erhalten können, sofort und ohne weiteren Zeitverlust aufkaufen. Wenn wir dieses Ziel uns vor Augen halten, so werden wir — ich bin dessen sicher, und ich glaube, alle Zionisten teilen diese Ueberzeugung — es eines Tages auch erreichen. Die Frage des Charters und der politischen Autonomie erscheint mir als eine Sache, welche man nicht als conditio sine qua non auffassen sollte, d. h. in dem Sinne, dass man ohne sie erhalten zu können, keinen Schritt zur Erlangung des Zieles macht. Ich bin der Ansicht, dass die richtige Politik die wäre, auf alle mögliche Weise uns unserer alten Heimat zu bemächtigen und dabei stufenweise, allmählig immer höhere politische Konzessionen anzustreben. Ich würde Ihnen also als einzige und konsequente Politik des Zionismus empfehlen, das Augenmerk ausschliesslich auf Palästina und die Nebenländer gerichtet zu halten, für die Rettungsaktion nur die Nebenländer zu benützen und alle Kräfte vorläufig anzustrengen, um die Aufhebung des Auswanderungsverbotes zu erlangen. (Beifall und Zischen.) Vizepräs. Dr. Nordau: Ehe ich dem nächsten Redner das Wort gebe, habe ich einen zur Geschäftsordnung eingebrachten Antrag zu verlesen. Herr Cyrus Sulzberger beantragt (liest den Antrag in englischer Sprache): „Es wird beschlossen, dass alle Redner auf 15 Minuten Redezeit beschränkt werden und dass kein Redner ein zweitesmal in derselben Angelegenheit das Wort ergreifen darf, ehe sämtliche anderen eingeschriebenen Redner zu dieser Frage gehört worden sind.'4 Diejenigen Herren, welche für diesen Antrag sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Der Antrag ist angenommen. Del. Trietsch: Ich bitte um die Gegenprobe; es war keine einstimmige Annahme. Vizepräs. Dr. Nordau: Da ein Zweifel geäussert wurde, den ich nicht teile, bitte ich um die Gegenprobe. Diejenigen, die nicht der Meinung sind, dass der Antrag Sulzberger angenommen werden möge, die also dafür sind, dass jeder Redner unbegrenzt lange und unbegrenzt oft In derselben Angelegenheit das Wort ergreifen dürfe, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Ich stelle fest, dass 6 Stimmen gegen alle übrigen Stimmen sich ergeben haben. Das ist denn doch eine unerhörte Zeitvergeudung! Ich erteile nunmeilr ferrn S y r k i n das .Wort. Del. Dr. Syrkin: Meine Damen und Herren! Es ist zweifellos ein Unterschied in jeder politischen Bewegung zwischen Opposition und Opposition. Ich gehöre auch zu den Oppositionellen, nicht nur auf dem Kongresse, sondern in meiner zionistischen Arbeit. Aber die Opposition, deren Repräsentanten hier die Herren Trietsch und Dr. Nossig sind, diese Opposition teile ich nicht im geringsten. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ich will nicht die Frage untersuchen, inwiefern die Opposition dieser beiden Herren durch persönliche Momente durchtränkt ist, aber sachlich ist diese Opposition eine derartige, dass man diesen Herren wohl den Rat geben muss, sich noch etwas weiter im zionistischen Denken zu entwickeln (Lebhafter Beifall und Händeklatschen), um erst die Höhe des politischen Zionismus zu erlangen, damit ich die Herren überhaupt erst ernst nehme. (Erneuerter lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Wenn hier einige Herren, die auf dem oppositioneller Stardpunkte stehen, uns mit derartigen Ideen kommen, wie Kleinkolonisation — und in

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