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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 79

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 79 (sequence 80)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476266--1923-3478061
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79 — dann kann sie auch den Mitgliedern des A.-C. einige Wochen früher in ganz detaillierter Weise in geschlossenen Briefen mit der Bitte um Diskretion zugesendet werden. Auch die Kongressdelegierten könnten viel genauere Andeutungen erhalten als die Tagesordnung des Kongresses, in der nur leere Titel enthalten sind. „Eröffnungsrede", „Ansiedlung*1 sind elastische Titel, unter die man alles bringen kann. Wir haben alle bis zum letzten Momente nicht gewusst, ob hier über El-Arisch gesprochen werden wird oder nicht. Ich will nicht erwähnen, dass wir absolut nicht vorbereitet sind, über das ostafrikanische Projekt, das uns absolut fremd ist, zu debattieren. Das A.-C. versteckt sich in dieser Hinsicht hinter der Notwendigkeit des diplomatischen Geheimnisses. Ich bin aber der Ansicht, dass das diplomatische Geheimnis in allzugrosser Ausdehnung benützt wurde, indem wir nicht nur nicht wissen, worüber wir zu beraten haben, sondern auch nicht, was geschehen ist. Ich erinnere hier wieder an die Sitte in anderen Parlamenten. Wenn gewisse Verhandlungen, ob sie Erfolg hatten oder nicht, abgeschlossen oder bis zu einem gewissen Stadium gereift sind, pflegt man detaillierte Berichte unter die Parlamentsmitglieder zu verteilen. Diese Berichte ermöglichen es, sich erstens mit dem Gegenstande vertraut zu machen und zweitens über die Führung der Unterhandlungen, über die Kompetenz und Fähigkeit der Geschäftsträger sich ein Urteil zu bilden. Wir sind nicht in der Lage, uns ein begründetes Urteil zu bilden, denn wir haben keine Materialien, um uns darüber zu belehren, was geschehen ist. Ich bemerke allerdings mit Zufriedenheit, dass Herr Dr. Herzl vielleicht unter dem Eindrucke der Vorwürfe des A.-C, die er erwähnt hat, sich entschlossen hat, diesem Kongress gegenüber freimütiger vorzugehen als sonst. Wir haben auf diesem Kongresse mehr erfahren als auf allen anderen zusammen. Ich würde also dem A.-C. dankbar sein, und ich würde dem Kongress empfehlen, das A.-C. zu ersuchen, dass künftighin Berichte über die abgeschlossenen Verhandlungen, wenigstens in allgemeiner Form, den Delegierten vorgelegt werden, damit wir die Ueberzeugung bekommen, dass alles in entsprechender Form geführt wurde. Ich setze voraus, ich will ja mit Ihnen die Erwartungen teilen, dass die Vertreter des A.-C. tatsächlich in den meisten Angelegenheiten die Verhandlungen in entsprechender Form geführt haben. Ich will aber nur ein Beispiel anführen, dass es Fälle gibt, in welchen vielleicht nach Ansicht des Kongresses etwas anderes richtiger gewesen wäre, als was das A.-C. getan hat, und dass vielleicht andere in diesen Fällen richtiger gehandelt hätten. Das betrifft die El-Arisch - Sache. Wenn ich auf diese Angelegenheit zu sprechen komme, so kann ich nicht umhin zu erwähnen, dass es mich aufs Peinlichste berührt hat, wie man den Initiator dieser Idee behandelt hat. (Widerspruch. — Delegierter Dr. Kornhäuser : Syrkin ist der Initiator! — Greifen Sie nicht der Kommission vorl) Meiner Empfindung nach wäre es vornehmer und schöner gewesen, wenn das A.-C, statt hier auf der Tribüne Herrn T r i e t s c h alle Kompetenz abzusprechen, ganz ruhig erwähnt hätte (Lärm und Schlussrufe.), dass er sich mit dieser Idee befasst. (Lebhafter Widerspruch und erneute Schlussrufe.) Vizepräs. Dr. Nordau: Ich bitte, den Herrn Redner fortfahren zu lassen. Sie kommen dadurch früher zum Ziel. (Fortgesetzter Lärm.) Ich bitte Sie schon vom Gesichtspunkte der Zeitersparnis um Ruhe. Del. Dr. Nossäg: Wenn der Kongress nicht wünscht, dass ich dieses Thema weiter verfolge, so schliesse ich diese Frage und gehe zu einer anderen über. Verehrter Kongress! Der Herr Präsident hat mitgeteilt, dass das A.-C. vdie El-Arisch - Sache in sehr ernster Weise in die Hand genommen hätte, indem es eine Erforschungs-Kommission dahin entsandt hätte. Ich möchte nur einen Passus aus der Eröffnungsrede des Herrn Präsidenten in Erinnerung bringen, welcher mir wenigstens diese Entsendung in etwas

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