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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 54

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 54 (sequence 55)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476266--1898-3478036
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— 54 — Vizepräs. Dr. Bodenheimer: Nunmehr hat das Wort Herr Dr. Werner. Del. Dr. Werner: Ich habe nur auf eine Aeusserung des Herrn Trietsch zu reflektieren, die die „Welt" betrifft. Herr T r i e t s c h hat in seinen Ausführungen gemeint, dass durch Mitteilungen der „Welt4' irgend welche Andeutungen gemacht worden wären, die Hoffnungen erregt hätten. Ich erkläre — und ich glaube nicht, dass ich das mit meinem Ehrenwort tun muss — dass ich von der ganzen El-Arisch-Affäre überhaupt nichts gewusst habe, und dass ich zweitens, als in der „Volksstimme'4 die Mitteilung über Wad El-Arisch erschien, mich zum Aktions-Comite begeben habe, und mich beklagte: Ich wisse nicht, woher es komme, dass das offizielle Blatt immer später unterrichtet sei als andere inoffizielle. Infolge dessen ist es unmöglich, dass über Wad El-Arisch, während ich die Redaktion führe — seit Februar 1903 — irgend welche Aeusserungen in der „Welt" veröffentlicht worden seien, welche hätten Hoffnungen irgend welcher Art erwecken können. Vizepräs. Dr. Bodenheimer: Das Wort hat nunmehr Herr Dr. Friedemann. Del. Dr. Friedemann (von lebhaftem Beifall und Händeklatschen begrüsst): Meine Damen und Herren! Ich bitte um einen Augenblick Ruhe; ich habe zwar eine ganz gute Stimme, aber ich möchte sie nicht vorzeitig kaput machen. (Heiterkeit.) Meine Damen und Herren! Ich bitte Sie vor allem mir zu verzeihen, wenn ich nicht ganz so ruhig mit Herrn T r i e t s c h umgehe, wie das Herr Dr. H e r z 1 getan hat. Wenn ich es nicht tue, so hat das darin seinen Grund, weil was Herr Dr. H e r z 1 gegen Herrn T r i e t s c h vorzubringen hatte, vielleicht sehr unangenehmen persönlichen Erfahrungen entspringt, er aber doch in seiner Arbeit nicht so gestört worden ist, wie wir in Deutschland durch Herrn T r i e t s c h seit drei Jahren fortwährend gestört werden. Ich will mich nicht in allgemeinen Bemerkungen darüber ergehen, was ich eigentlich für die Aufgabe eines Mannes halte, der Opposition machen will. Ich halte es für das grösste Glück und für eine Notwendigkeit, dass es in einer Bewegung eine gesunde Opposition gibt. (Beifall.) Diese gesunde Opposition machen Herr Trietsch und Leute, die so sprechen wie gestern Herr Dr. N o s s i g, unmöglich. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Nicht deswegen, meine Damen und Herren sind wir gegen Herrn T riet's ch eingenommen gewesen, weil er, wie in einem Artikel der „Volksstimme" zu lesen war, nachdem man ihr die Subvention entzogen hatte — früher stand sie durchaus auf Seite des A.-C. — nicht den Doktorhut trug, nein, deswegen ist es geschehen, weil die Opposition, die gemacht wurde, eine Opposition war, die sich nicht auf sachliche Momente stützte, sondern die Führer persönlich angriff. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ich erinnere die anwesenden deutschen Delegierten, die vor drei Jahren nach Basel geschickt wurden, daran, dass damals T r i e t s c h zur Wahl empfohlen wurde mit einem Briefe, wir sollten ihn wählen als Beweis unserer Opposition gegen das A.-C. (Del. T r i e t s c h : Wo war das?) Das war, Herr Trietsch, in der Versammlung in dem Restaurant an der Ecke der Spandauerstrasse und der Neuen Friedrichstrasse. (Lebhafte Heiterkeit. — Del. Trietsch wird durch einen anderen Delegierten beim Präsidium zum Wort gemeldet.) Vizepräs. Dr. Bodenheimer: Der Herr kann hierher kommen und sich melden. Ich werde ihm dann nach Dr. Friedemann das Wort geben. Eine Rede wird nicht unterbrochen. Fahren Sie fort, Herr Dr. Friedemann. Del. Dr. Friedemann: Nun kommt dazu, dass Herr T r i e t s c h allmählich in den Ruf eines Palästinagelehrten kam dadurch, dass «r stets von

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