Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 52)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
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gehört, Privatgespräehe mit Personen nicht nur, wenn sie in derselben Bewegung stehen, sondern auch wenn sie ausserhalb stehen oder in dieser Bewegung eine heftige Opposition machen, immer im grössten Vertrauen zu führen. Es ist nicht Gewohnheit, Gespräche, die man geführt hat, auf die Tribüne zu bringen. Del. Trietsch: Was meinen Sie? Dr. Herz!: Sie sagen, Herr Trietsch — vollkommen unrichtigerweise; ich spreche nur davon, weil sie mich dazu provoziert haben — Ende Oktober hätte ich versucht, mich Ihnen anzunähern. Die Annäherung, die ich versuchte, hat darin bestanden, dass Herr Trietsch sich während der Verhandlungen des grossen Aktions- Comites in Wien eingefunden hat, wo er nicht wohnt, und in das Kongressbureau gekommen ist, wo er ebenfalls nicht wohnt. (Heiterkeit.) Del. Trietsch: Wo er einen Freund dringend zu sprechen hatte. Dr. Herzl: Wo er einen Freund zu sprechen hatte, was mir sehr 1 willkommen war, weil ich dadurch die Gelegenheit hatte, mit Herrn \ Trietsch, mit dem ich mich sehr gern unterhalte, wenn ich auch | seine Ansichten nicht immer teile, zu sprechen, und ich habe Herrn j Trietsch damals auch verstehen lassen — ich wusste schon ganz \ gut, was ich meinte — dass ich mich sehr freuen würde, wenn ich seine I Kraft für unsere Bewegung und in der Eichtling, die vom Aktions- J Oomite für gut gehalten wurde, gewinnen könnte. So wenig Kaneune 1 hatte und habe ich gegen Herrn T r i e t s c h, obschon ich nun gezwun- | gen bin, ihm einigermassen weh zu tun. Herr T r i e t s c h sagt, ich wäre verpflichtet gewesen, mich mit ihm in Verbindung zu setzen. Ich will Ihnen sagen, warum das nicht geschehen ist. Ich war mit der Art und Weisel, wie Sie-, Herr | Trietsch, sich mit Kolonisationsangelegenheiten beschäftigt haben,, 1 gar nicht einverstanden. Und da meine ich nicht Ihre Artikel, die Sie \ geschrieben haben, nicht Ihre Opposition, die Sie mir gemacht haben, j sondern Ihre praktische Tätigkeit, über die ich .sehr unerfreuliche Dinge | gehört habe, die ich auf das Schärfste missbilligen musste, weil ich j gerade darin die Manier, in der man ernste Dinge behandeln soll, \ nicht gefunden habe. (Unruhe und Beifall.) Ich hätte Herrn | T r i ei; s c h, obwohl man ihm einen schweren und nicht nur deklama- | torischen. Vorwurf machen könnte, seine früheren verstauchten Verl suche nicht vorgehalten (Kufe: Machen Sie es doch!); weil er aber I kommt und in der Weise, wie er es getan, gesprochen hat, will ich | Ihnen das Protokoll vorlesen, welches mit einem seiner Opfer im Juni i dieses Jahres in Wien aufgenommen worden ist. (Lärmende Zwischeni rufe. — Del. T r i et s ch: Sind Sie dieser Sache sicher? — Unruhe.) :\ Herr T r i e t s c h, lassen Sie mich ausreden! Dann antworten 1 Sie! Dieses Protokoll, welches von vier Zeugen unterschrieben worden