Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 47

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 47 (sequence 48)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3476254-3476266--1891-3478029
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 47 — stürmischer, nicht endenwollender Beifall und Händeklatschen im Saale und auf den Gallerien.) Vizepräs. Dr. Bodenheimer: Meine Damen und Herren! Sie werden doch Herrn Dr. Herzl auch anhören wollen, ich bitte also um Buhe. Del. Dr. Herzl: Geehrte Kongressmitglieder! Dass Herr Trietsch . . . (die Beifallsstürme dauern fort), . dass Herr Trietseh (ununterbrochener Beifall) . . . dass Herr Trietsch dem Bericht des Aktions-Comätes Opposition machen und an den Erklärungen der Geschäfsführung kein gutes Haar lassen werde, war zu erwarten. Alle Wege, auf denen er uns zu schikanieren suchte . . . (Del. Trietsch: Das sollte nicht geduldet werden vom Präsidium, class von Sehikanensuchen meinerseits gesprochen wird!) Del. Dr. Herd: Wenn Herr Trietsch diesen Ausdruck irgendwie verletzend oder in einer Versammlung, wie diese ist, ungehörig findet, so ziehe ich den Ausdruck gern zurück. Aber er zwingt mich dadurch, nachzuweisen, dass er in seiner Beweisführung — wie sollt' ich vorsichtig sagen (Heiterkeit.) — nicht gerade nach der Billigkeit oder gar nicht nach der Gerechtigkeit und selbst nicht nach den Tatsachen gesprochen hat. Herr Trietsch hat uns in der Kollektion seiner Vorwürfe namentlich den gemacht, dass wir in der El-Arisch - Sache in übertriebener und unwahrer Weise verfrühte Hoffnungen erregt, uim, ich weiss nicht, welche Agitation damit zu treiben. Demgegenüber steht die Tatsache eines anderen Vorwurfes, und zwar eines Vorwurfes, den uns eine gewiss zuständige und kompetente Körperschaft gemacht hat, uns, dem engeren Aktions-Comite, nämlich das grosse Aktions-Comite, welches doch gewiss unterrichtet wird von allem, was wir in die Oeffentlichkeit und sogar vertraulich hinausgeben. Es hat uns bittere Vorwürfe gemacht wegen der Geheimniskrämerei, mit der wir die El- Arisch - Sache behandelt hätten. Das ist eine Tatsache. Ich werde nun auf den Vorwurf des grossen Aktions-Comites hier antworten. Wir haben diese El-Arisch - Sache darum mit so ausserordentlicher Vorsicht und Diskretion behandelt, weil wir zunächst nicht die Begierungen, die uns dabei behilflich waren, in irgend einer Weise genieren und möglicherweise in Verlegenheit bringen wollten für die grosse, grosse Güte und Gefälligkeit, die uns bei dieser Gelegenheit erwiesen wurde. Wir glaubten und glauben, dass man mit Mitteilungen dieser Art ausserordentlich zurückhaltend sein muss. Das war unsere erste Erwägung. (Zustimmung.) ' Unsere zweite war, class wir eine unfertige Sache nicht der Kritik übergeben dürfen, dass wir auch keine Erwartungen erregen dürfen. Denn wir erregen keine Erwartungen. Das ist eine Behauptung, die durch nichts begründet werden kann, und die ich damit illustriere, dass Herr Trietsch, in die Enge getrieben mit seiner Behauptung, von den

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.