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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 45

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 45 (sequence 46)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 45 — fugnisse, mit denen unsere jetzige Führung nichts erreicht hat, und ich werde näher zu Palästina Besseres finden, als Ostafrika. (Beifall. — Widerspruch und lärmende Unterbrechungen.) Del. Dr. Klee (mit stürmischem Beifall begrüsst): Meine verehrten Anwesenden! Ich danke Ihnen für diesen Beifall, denn er gilt nicht meiner Person, sondern der guten Sache. Ich werde mich auf eine kurze, tatsächliche Berichtigung beschränken. Herr T r i e t s c h hat von dieser Stelle aus gesagt, dass ich die Aeusserung getan hätte, es wären gigantische Erfolge errungen worden. Er erklärte, dass ich diese Aeusserung getan hätte in einer Sitzung des Distrikts-Bureaus Berlin. Nun ist ad I eine solche Sitzung etwas Diskretes, man ist da in einem engen Kreise, in dem man auch vielleicht einmal etwas sagt, was keineswegs für die Presse und die Oeffentlichkeit bestimmt ist. Aber meine Herren, ad II habe ich gar nicht gesagt, was Herr Trietsch mir in den Mund legt. (Stürmischer Beifall und lebhafte Heiterkeit.) Lassen Sie mich ganz kurz ausführen, wie diese Sache zusammenhängt. Es war an einem schönen Abend, und wir dachten an nichts Böses, da brachte Herr T r i e t s c h den Antrag der Ortsgruppe Breslau vor, welcher, dem Sinne nach sicher, aller Wahrscheinlichkeit nach auch wörtlich, folgendermassen lautete: „Falls sich die Nachricht von einem Charter auf Aegyptisch-Palästina bewahrheitet, so beantragt die Breslauer Zionistische Vereinigung, dass das Distriktsbureau beim Kongress den Antrag stelle, die Kolonisation auf diesem Strich der neu begründeten Orient-Kolonisationsgesellschaft zu übergeben.4' Wir sollten also beim Kongresse beantragen, dass, wenn die Arbeit für einen Charter auf Aegyptisch-Palästina zu einem Erfolge geführt haben werde, wir Herrn T r i e t s c h vertrauensvoll diese Erfolge in die Hand geben sollen, damit er mit_seinei Gesellschaft — ich meine die von ihm gegründete Kolonisationsgesellschaft — auf dem Gebiete von Aegyptisch-Palästina kolonisiere. Nachdem wir uns von dem Heiterkeitserfolg, den der Antrag Breslau bei uns erzielte, erholt hatten, habe ich — und meine Freunde, Herr Dr. H a n t k e und Herr Dr. Simonson, die zugegen waren, haebn es soeben bestätigt — folgende Aeusserung getan: „Ich weiss nicht, ob dort unten etwas erreicht ist. Wenn aber auf ein Charter auf die Sinaihalbinsel erlangt sein sollte, so halte ich das für einen gigantischen Erfolg, so dass es mir kindisch erscheint zu verlangen, dass der Erfolg der von Ihnen gegründeten Kolonisationsgesellschaft übergeben werden sollte.'4 Voilä tout. (Stürm. Beifall und Händeklatschen.) Vizepräs. Dr. Bodenheimer: Ich erteile Herrn Trietsch das Wort. (Beifall u. Widerspruch.) Selbstverständlich erhält Herr Trietsch das Wort nicht zur Aufstellung neuer Behauptungen und Ausführungen, sondern nur zu einer kurzen Berichtigung, die er anbringen will. Ich bitte, Herr T r i e t s c h. Del. Trietsch: In dem, was Herr Dr. Bodenheimer sagte, dass ich das Wort nicht habe zur Aufstellung neuer Behauptungen, liegt ein Schimmer von Beschuldigung, den ich zurückweise. Vizepräs. Dr. Bodenheimer: Ich bitte, nicht zu kritisieren, Herr Trietsch, und ersuche Sie, zu sprechen, und zwar zu dem Zwecke zu sprechen, zu dem ich Ihnen das Wort erteilt habe. Del. Trietsch: Wenn mir das Wort gegeben wird, um einen schweren persönlichen Vorwurf zurückweisen zu können, so soll man das nicht tun, indem man in der Einleitung dazu den Betreffenden, der sich hierher stellt, um für die Wahrhaftigkeit seiner Worte zu sprechen, ein kleinwenig in ein schiefes Licht stellt. Das habe ich sagen wollen. Nun zu dem, was Herr Dr. K 1 e e gesagt hat. Meine Damen und Heren! Nehmen Sie an, ich hätte

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