Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 429 (sequence 429)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3476254-3476264--1803-3477940- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
429 das A.-C. sie nur unterstützen kann. Ich bitte aber, jedenfalls darüber abzustimmen. Del. Buber: Wir ziehen den Antrag zurück. Del. Trietsch: Ich nehme ihn auf. (Unruhe und Widerspruch.) Präsident Dr. Herzt: Die Herren, die für den Antrag des Herrn Trietsch sind, dass das A.-C. durch Circulare in der eben vernommenen Weise den Jüdischen Verlag" unterstützen soll, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause) : Es sind 57 Stimmen gegen 38, Der Antrag Trietsch ist a b g e 1 e h n t. Das sind die Folgen solcher gereizter Zwischenfälle. Ich glaube aber sagen zu dürfen und sagen zu sollen, dass der „Jüdische Verlag", wenn er so wirkt, wie er in dem uns bekannt gewordenen Prospecte sich angekündigt hat, gewiss darauf rechnen kann, von jedem Zionisten kräftig unterstützt und empfohlen zu werden. (Beifall.) Wenn man eine solche Gereiztheit in eine Versammlung hineinträgt, so ist das dann eben die Folge, dass auch die gerechtesten Dinge mit Vorurtheil angesehen werden. „6. Zur Leitung der culturellen Arbeiten in den einzelnen Ländern wird von jeder Landsmannschaft eine Commission noch auf diesem Congresse gewählt." Das sind die Commissionen, die Herr Dr. Marmorek auf der Tribüne schon verlesen hat. „Jede Commission hat zum Congresse einen Bericht über die culturelle Thätigkeit in ihrem Lande auszuarbeiten. Diese Berichte werden dann vereinigt und dem Congresse im Wege der Drucklegung mitgetheilt. Die Conimissionen treten spätestens zwei Tage vor dem Congresse zu einer gemeinsamen Tagung zusammen. Diese Einrichtungwird an die Stelle der bisherigen ständigen Commissionen gesetzt." Ich werde also dieses nun schon wohlbekannte Aliena zur Abstimmung bringen; sollte es angenommen werden, so werden wir nachher gleich die Wahl dieser noch übrigen Commission vornehmen. Diejenigen, welche für die Wahl der Commission sind, wollen die Hand erheben. (Zwischenrufe.) Ich höre, dass irgend ein Missverständnis vorliegt. Es ist das eine Commission, die nach der Definition beauftragt ist, jährlich einen Bericht über die cultuveTle Thätigkeit vorzulegen. Wie gross oder klein die culturelle Thätigkeit war, diese Commission soll den nächsten Congress von dem unterrichten, was vorgegangen ist. (Del. Ben-Ami übersetzt dies ins Russische.) Präsident Dr. Herzl: Die dafür sind,, eine solche Commission zu wählen, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Angenommen. Der 7. Punkt der Anträge lautet: „Der Congress wünscht die gesammte Veröffentlichung der auf diesem Congresse zu den Fragen der Hebung gehaltenen und angemeldeten Referate. und deren Verbreitung in handlichen, tadellos ausgestatteten und billigen Ausgaben in zionistischen und nichtzionistischeu Kreisen, und ersucht das A.-C, zu diesem Zwecke die betreffenden Druckplatten des Protokolls dem „Judischen Verlage" kostenlos zu überlassen."