Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 430 (sequence 430)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3476254-3476264--1804-3477941- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Odesa 1× ep/1000834
OCR text
430- Del. Buber: Da der Congress die Existenz dieses Verlages in Frage gestellt hat, ziehen wir diesen Antrag zurück. Präsident Dr. Herzl: Punkt 8 der Anträge lautet: „Der Congress beauftragt das A.-C, an das Stockholmer Nobel-Institut die Bitte zu richten, der neuhebräischen und heujüdischen Literatur den ihr gebärenden Platz in der Bibliothek des Institutes zuzuweisen/*' Dies ist ebenfalls ein Auftrag an das A.-C; sind die Herren aber auch genau informiert, ob das A.-C. da nicht eine Fehlbitte thut, wenn es sich an dieses Institut wendet? Wir können nicht gut zu einem Schritte uns verpflichten,, der vielleicht nicht gut ausfällt. Vielleicht werden wir uns darüber nach dem Con'gresse kurzerhand verständigen/ und wenn die Nachrichten gut lauten, wird das A.-C. dies mit Vergnügen thun. Sind die Herren einverstanden? (Zustimmung.) Damit wäre dies erledigt. Jetzt kommen wir zur Wahl dieser Conimission. deren Wahl beschlossen ist. Del. Dr. Marmorek: Der Permanenzausschuss hat die Ehre, Ihnen folgende Mitglieder für die ständige Culturconmiission •-vorzuschlagen und ich bitte um Annahme unserer Eiste. Ich habe schon früher erklärt und brauche daher nur kurz darauf zurückzukommen, dass wir von dem Principe ausgegangen sind, für jedes Land bloss eine Comniission zu wählen, welche aus einem oder zwei Mitgliedern besteht, aber für Kussland und Oesterreich davon abgegangen sind, weil wir glauben, dass die Verhältnisse zwischen Itussländ und Eussiseh-Polen, Galizien und Inner-Öesterreich total verschieden sind. Wir beantragen für llussisch-Polen: S o k o 1 o w, Dr. Josef Lourie, Dr. B y c h o w s k i in Warschau. Für Hussland: Ach ad Haam (A. Ginzburg), A. Rawnieki, beide in Odessa.. Dr. B e r n s t e i n - K o h a n in Kisehineff. Del. Dr. Bruch (spricht russisch). Vieepräsident Tsclilenoio (übersetzt) : Herr Dr. Bruck wünscht das Princip beizubehalten, dass man nur Mitglieder wählt, die in einer Stadt wohnen. Präsident Dr. Herzl: Sie haben nicht aufgepasst, wie die Definition vorgelesen wurde. Es wurde gesagt, dass diese Commission die Berichte über die culturelle Thätigkeit in den einzelnen Ländern geben soll. Wenn die Mitglieder an einem Orte wohnen, kann ich mir nicht denken, wie sie über die Verhältnisse in anderen Ländern unterrichtet sein sollen. Wer für die en bloc-Annahme ist, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Angenommen. Del. Dr. Marmorek: Für Oesterreich habe ich die Ehre, vorzuschlagen: die Herren Kellner, Lederer, Martin B u b e r. Präsident Dr. Herzl: Wer dafür ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Angenommen. Del. Dr. Marmorek: Für Galizien Herrn Dr. Stand in Lemberg. Präsident Dr. Herzl: Ist eine Einwendung? (Nach einer Pause:) Angenommen*.