Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 418 (sequence 418)
- Language
- German, English, Hebrew
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418 neten Rednern oder die Hebungsfrage, in Verhandlung zu ziehen ist, da wir jetzt nur noch diese zwei Gegenstände übrig haben. Der Congress wird sich also entscheiden., in welchen Gegenstand er zur Verhandlung eintreten will. Wir haben gestern vom Präsidium aus., Herr Dr. Kornau und ich. Herrn Lilien versprochen, dass wir uns bemühen werden, die Frage der culturellen Hebung in ihren drei Formen noch auf diesem Congresse zur Discussion zu steilen. Ich glaube daher, dass wir zuerst diese Gegenstände zur Abstimmung stellen, und ich würde Ihnen sehr empfehlen, das Versprechen Ihres Präsidiums, welches ja kein persönliches, sondern nur ein amtliches äein konnte, wenn irgend möglich, zu erfüllen, also die Hebungsfragen zur Discussion zu stellen, und ich würde, um auch dem anderen Antrage gerecht zu werden, vorschlagen, dass man vielleicht auch dazu gleichzeitig sprechen konnte und aus diesem Antrage eine Anzahl von Punkten, die vielleicht einen principiellen Gegensatz zu erwecken nicht geeignet sind, im Verlaufe der Discussion ausscheidet und mit einem gewissen Privilegium ausstattet, so dass auch aus diesem Antrage dasjenige, was eventuell praktisch ist, was zu etwas führen kann, woran wir ja alle interessiert sind, verwirklicht wird. Mein Wunsch geht dahin, dass wir nach Möglichkeit jetzt noch dem Rücksicht tragen, Avas Rücksicht verdient^ was nicht zu überflüssigen Streitigkeiten führt, die ja dem Congresse nicht zuträglich sind. Wenn Sie also einverstanden sind, möchte ich jetzt die Hebungsfrage zur Discussion stellen. Del. Dr. Bernstein-Koha.n: Am Beginne des (Kongresses sind gewiss temporäre Commissionen gewählt worden", welche bevollmächtigt wurden, verschiedene Anträge, diese Fragen speeiell betreffend, dem Congresse vorzulegen. Während wir beschäftigt waren, ist immer Zeit gewesen, die Anträge vorzulesen und manchmal ohne Debatte als Resolutionen den ständigen Ausschüssen zu übergeben. Weil es schon so spät ist, wäre es vielleicht rathsam, denselben Modus auch jetzt vorzuschlagen. Ich bin sicher, dass die Anträge des gewählten, officiell vom Congresse bevollmächtigten Culturausschilsses von allen einstimmig werden 'angenommen werden. (Widerspruch.) Ich bitte, ich spreche meine Vermuthung aus. Widrigenfalls könnte man sie als Resolutionen dem ständigen Ausschusse zuweisen. Wichtig ist dies für die Anträge, welche später von den Mitgliedern der ständigen Ausschüsse vorgeschlagen werden. Ich glaube aber, dass die Anträge der Commisssionen vor der Debatte vorgelesen werden müssen. Präsident Dr. Herssl: Herr Buber, sind das, was Sie vorgelesen haben, die Anträge des Culturausschusses? (Del. Buber: Ja!) Ich glaube, dass wir jetzt schon alles abkürzen, und dass wir diese Anträge nochmals verlesen wollen. Wenn man über die Hebungen spricht, kann man auch zu diesen Anträgen sprechen. Del. Dr. Bernsicin-Kohan: Was die nationale Cultur betrifft, so werden diese Anträge allgemeine Sympathie finden, ebenso diejenigen, welche die wirtschaftliche Hebung betreffen. Mir ist es sehr wichtig, dass wir nicht wegfahren mit der Ansicht der Majorität, dass der Zionismus nicht mit der Culturfrage etwas gemein hat. (Unruhe.) Präsident Dr. Herzl: Welchen positiven Antrag stellen Sie?