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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 399

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 399 (sequence 399)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476264--1773-3477910
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399 Meine Entscheidung, gegen die Sie an den Congress appellieren können, wird dahin gehen, dass wir zuerst die Lebensnothwendigkeit der Bewegung sichern. Primum vivere, deinde philosophari. Zuerst müssen wir wissen, dass morgen die nothwendigen Organe vorhanden sind, damit die Bewegung lebe. Für die eine oder andere Richtung — deren Differenzen können nicht auf dieser Tribüne entschieden werden, Sie werden diese Herren nicht bekehren, noch diese Herren Sie — kann der Congress nieht mit Beschlag belegt werden und mit zwischenfälligen, wenn auch mit Hochdruck provocierten Entscheidungen — in einem Augenblicke, wo es uns an Zeit fehlt, alles ordentlich zu überlegen — ist der Sache nicht gedient. Ich entscheide also, dass wir jetzt die Wahlen der Commissionen vornehmen, dann wird der Congress bestimmen, ob er in die sogenannte Culturdebatte oder in die nach meiner Ansicht ebenfalls culturellen Charakter tragende Debatte über die verschiedenen Hebungen eintreten will. Für mich sind diese beiden Fragen ziemlich im Connex, und ich glaube, Herrn Mozkins Vorfrage, ob der Zionismus sich auch mit culturellen Fragen abgibt, ist bereits durch das Verzeichnis in der Tagesordnung im bejahenden Sinne entschieden. (Mozkin: Warum soll nicht die Resolution abgestimmt werden?) Ich bitte, mich ruhig meine Ausführungen vorbringen zu lassen. Die Frage, ob der Zionismus sich mit culturellen Fragen abgibt, ist bereits thatsächlich entschieden. Er gibt sich damit ab. Was Sie aber wollen, ist etwas anderes. Die culturellen Fragen können nach verschiedenen Parteiansichten entschieden werden (Beifall) und ich fühle gar nicht die Aufgabe, jetzt für eine oder die andere Partei in aller Schnelligkeit entscheiden zu lassen; denn was Sie vorschlagen, ist, dass wir in aller Schnelligkeit das oder das annehmen. '(Widerspruch.) Ich bin also dafür, dass jetzt die Wahlen vorgenommen werden, dann möge sich der Congress entscheiden. Del. Buber: Der Herr Präsident hat gestern den Wunsch ausgesprochen, dass über diese Angelegenheit keine Abstimmung eingeleitet werde, er werde aber selbst ex praesidio diese Reihenfolge verfügen. Es wird Ihnen, Herr Präsident, dies erinnerlich sein. Ich begreife allerdings, dass der Präsident von dem Gange der Verhandlungen ermüdet ist, bitte ihn aber, sich daran erinnern zu wollen. Präsident Dr. Herzl: Ich bitte, feststellen zu wollen, dass ich nicht wissen konnte, wie lange sich die Discüssionen hinziehen werden. Ich habe Ihnen das Versprechen nach Massgabe der Möglichkeit gegeben. Del. Buber: Wir haben dem Präsidium Concessionen gemacht, wir haben ihm den Gang der Verhandlungen erleichtern wollen, wir wollten keine Opposition treiben; wir werden jetzt in eine Notwendigkeit hineingetrieben, die wir vermieden haben wollten. (Schlussrufe.) Wir müssen betonen, das wir auf die Abstimmung über diese hochwichtigen Anträge, nicht nur über die allgemeine Resolution, sondern

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