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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 398

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 398 (sequence 398)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476264--1772-3477909
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398 geschehen war, haben sich andere Redner gemeldet, und jetzt wird mir gemeldet, dass Herr Feiwel eine ganze Liste hat. Ausserdem führt Dr. Tschlenow noch eine Liste zu den Hebungsfragen. Angesichts dieser Situation werde ich einfach die Debatte jetzt abstellen und das, was auf der Tagesordnung steht, nämlich die Wahien der verschiedenen Comites vor allem zur Abstimmung bringen. Die Zeit, die uns, nachdem wir die für die Existenz und das Functionieren der Bewegung unerlässlichen Wahlen vorgenommen haben, noch übrig bleibt, werden wir dazu verwenden, um nach Ihrem Belieben die eingeschriebenen Redner zu den Punkten, die noch zu erledigen sind, anzuhören. (Widerspruch.) Ich bin, wie Sie bemerkt haben, sehr geneigt, Anträge, die irgendwie nützlich sein können und nicht viel Zeit in Anspruch nehmen auf die Tribüne zuzulassen. Die Herren haben mir gesagt, dass diese Anträge kurze Zeit in Anspruch nehmen werden,, deshalb habe ich ihnen das Wort gegeben. Nachdem aber diese Vorausetzung nicht zutrifft, lasse ich jetzt eine nicht auf der Tagesordnung stehende Debatte nicht den Raum wegnehmen, den wir für die Wahlen brauchen. Ich will in dieser Sache nichts eigenmächtig vorkehren. Das erste ist Erledigung der Tagesordnung. Nachdem diese Pflicht erledigt ist (Ruf: Es steht ja auf der Tagesordnung!) — ich bitte mich nicht zu unterbrechen — nachdem das, was auf der Tagesordnung der Schlusssitzung steht, vorüber ist, namentlich die Wahlen des A.-C. und der Commissionen, wird der Congress entscheiden . . . (Mozkin lacht.) Warum lachen Sie? Ziehen Sie vielleicht vor, nicht zu den Wahlen des A. C. zu kommen? Del. Mozkin: Obwohl die Worte, die gesprochen wurden, eine Entgegnung erforderlich machen, stelle ich den Antrag, ohne Debatte wenigstens über die letzten Fragen abzustimmen, welche kennzeichnen, ob wir als Zionisten uns mit culturellen Fragen abgeben sollen. Ich stelle den formellen Antrag, wir wollen vom Congresse die Thätigkeit der Zionisten sanctionieren lassen. Ich halte auch die grossen Erörterungen auf dem Congresse zum grossen Theile für überflüssig und wenig nutzbringend. Nachdem aber die Frage aufgeworfen wurde,, müssen wir sie zur Entscheidung bringen. Sonst bleibt sie3 da sie seit vier Congressen besteht, als grosses Fragezeichen stehen. Präsident Dr. Herzl: Ich wäre ganz Ihrer Ansicht; aber ich muss mich im Interesse des Congresses und der Bewegung dagegen aussprechen, dass dies zwischen Lippe und Kelchesrand geschieht. Wir können nicht, um rasch fertig zu werden, diese Frage, die nicht umsonst seit vier Jahren ein Fragezeichen geblieben ist, im Wege einer Resolution so oder so entscheiden. Die Frage ist zu wichtig, um zwischenfällig entschieden zu werden. Diese Frage erfordert eine ausgewachsene Debatte, und wenn Sie das nicht glauben, dann halten Sie die Frage nicht für so ernst, wie sie es ist. (Beifall.)

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