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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 370

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 370 (sequence 370)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476264--1744-3477881
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370 die Bank eine Abtheilung in Rnssland eröffnet, Die Bank wird dann Geschäfte machen, welche mit den Interessen eines Landes, aber nicht mit denen der Gesammtheft zusammenhängen. Direct wenigstens werden die Geschäfte nur für ein Land sein. Damit ist schon das Princip der nationalen Einheit gestört. Die Bank wird dann nicht auf dem Boden des ganzen Volkes, sondern einer Classe, der Händler, stehen. Damit nehmen wir der Bank ihren idealen Geist, Wird das eine agitatorische Bedeutung für das Volk haben, wenn man ihm sagt, dass die Bank, welche für die Colonisation gegründet wurde, jetzt Wechsel kauft und dergleichen? Wird das die Bank nicht vielmehr in der Masse des Volkes discr editieren? Eine Abtheilung werden wir in Russland allerdings brauchen, aber erst dann, wenn wir anfangen, in Palästina zu arbeiten. So aber fangen wir am umgekehrten Ende an. Die Eröffnung einer Geschäftsstelle in Bussland würde uns nur grosse Spesen verursachen, wir würden Cautionen erlegen müssen u. s. w. Wie es geheissen hat. dass man Geld für die Arbeiter in Palästina aufwenden solle, hat man uns nach den Garantien für einen Nutzen gefragt. Heute fragt man nicht darnach. Es ist möglieh, dass die Leute dann ihr Geld zurückverlangen wrerden, denn man hat ihnen gesagt, dass das Geld für die Colonisation in Palästina ist. Mit demjenigen will man anfangen, wovon man gemeint hat, dass es das letzte sein werde. Generalredner Del. Podlischewski (Warschau) : Meine Damen und Herren! Ich werde so deutsch sprechen, wie ich kann, denn ich glaube, dass ich dann werde von allen verstanden werden und wir dabei Zeit gewinnen. Darüber, ob man ausserhalb "Palästinas arbeiten soll, haben schon andere Redner gesprochen, ich will nur die praktische Seite der Frage behandeln. Nach dem Berichte sind noch für 17 Millionen Bubel Actien zu verkaufen. Die Frage ist, wie das geschehen soll. Auf welche Weise haben wir um 2y2 Millionen Rubel verkauft? In Bussland sind sie durch Privatleute verkauft worden, Sie haben Agenten gehabt, welche sich mit dem Verkaufe beschäftigt haben. Nun frage ich, ob wir auch weiter auf diese Welse verkaufen sollen und wem wir sie verkaufen sollen? Bis jetzt haben wir an die arme Classe verkauft, sehr wenig an die mittlere Classe, die Reichen wollten gar nicht kaufen. Bei den Armen können wir absolut nichts mehr absetzen, wir können kein Geld mehr von ihnen verlangen, wir müssen also das Geld in den breiteren mittleren Classen suchen. In die Classe der Kaufleute können wir aber nur mit kaufmännischen Principien eindringen, und das ist wieder nur dann möglieh, wenn solche Leute an die Spitze gestellt werden, zu denen die Classe der Kaufleute Zutrauen hat. Unsere russischen Millionäre., ein vielfacher Millionär und auch andere haben uns erklärt, sie werden nur dann an der Sache Antheil nehmen, wenn sie die Institution in Russland vor Augen haben; in Warschau oder sonst einer Stadt in Russland sich aufzuhalten und sich an der Bank in London zu betheiligen, sind sie nicht imstande. Es sind also zwei Dinge nothwendig. Erstens müssen wir in die mittlere Classe, in die der Kaufleute eindringen. Zweitens werden wir uns bei

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