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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 369

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 369 (sequence 369)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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360 überwiesen. Was uns betrifft, so können wir nur einen dieser Anträge in Berücksichtigung ziehen, das ist der Antrag auf Wahl und Zusammensetzung des ColonisationsaiisschusseS, der in der nächsten Zeit ungefähr nach Analogie des kleinen und grossen A.-C. construiert werden soll. Was den Antrag auf Zuwendung von 5000 Eres, betrifft, so sprechen wir uns dagegen aus, dass dies in so summarischer Weise verhandelt werde. Die thatsäehlichen Bedürfnisse, welche die Colonisationscommission haben wird, muss sie trachten,, im Wege der einzurichtenden Gesehäftsthätigkeit zu befriedigen. Wir können aber ebensowenig, wie bei einem anderen Zwischenfalle, da eine regelrechte Berathung von Ausgaben und Einnahmen nicht stattfand, eine Summe vom Congresse dictieren lassen. Ich habe mich also mit dem Obmann des Colonisationsaussehusses schon über diese Angelegenheit verständigt. Der erste Generalredner ist Herr Dr. Bruck. Es liegen drei Anträge vor bezüglich der Redezeit der Generalredner. Der eine verlangt eine Dauer von 5, der zweite von 10., der dritte von 15 Minuten. Del. Feldstein: Ich beantrage für den ersten Generalredner 15. für die übrigen 10 Minuten. Präsident Dr. Herzl: Wer für 15 Minuten ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.)" Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Abgelehnt. Ich bitte jetzt, über die 10 Minuten abzustimmen. Wer dafür ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) 10 Minuten sind beschlossen. Das Wort hat Herr Dr. Bruck. Del. Berger: Herr Dr. Bruck und ich sind Generalredner gegen die Anträge der Bankcommission. Früher sollen die Pro-Bedner sprechen. (Widerspruch. ) Generalredner Dr. Bruch (spricht russisch). Generalredner Berger: Man proponiert uns, dass die Bank in Bussland arbeiten soll. Das erste ist, dass die Bank auf eine solide Basis gestellt wird, dass sie Dividenden zahlen kann. Wir werden sehen, ob das in Bussland möglich sein wird. Wenn auch 99 Percent Wahrscheinlichkeit ist, dass man glänzende Geschäfte machen und Dividenden geben wird, und nur 1 Percent, dass man das Geld verliert, so ist dieses eine Percent doch vorhanden. Jeder solide Kaufmann berechnet seine Geschäfte und rechnet damit dass sie sicher? sind, und dennoch gibt es Katastrophen in der commerziellen Welt. Welches Becht haben wir denn, Volksgeld in Gefahr zu bringen? Bei einem Privatgeschäfte identifiziert sich der Besitzer mit dem Geschäfte. Bei uns sind es mehrere, welche die Verwaltung führen, imd welche dabei auch ihre eigenen Geschäfte führen müssen. Wie viele Banken haben jetzt bankerottiert, ihre Actien fallen von Tag zu Tag! Man hat uns freilich gesagt, dass es eine Bedeutung für die Agitation haben wird. Wenn die Bankgeschäfte reüssieren, so kann dies die Bedeutung einer Agitation in der Classe der Kaufleute haben. Man hört aber, dass Leute, welche 3000 Actien gezeichnet haben, das Geld nicht eingezahlt haben. Eingezahlt haben diejenigen, welche eine Actie gezeichnet haben. Für die breiten Schichten unseres Volkes wird es keine agitatorische Bedeutung haben, wenn 84

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