Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 359 (sequence 359)
- Language
- German, English, Hebrew
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359 Ich kann meine Begründung nicht weiter ausdehnen, weil meine Redezeit vorüber ist. (Beifall.) Del. Leopold Louric: Geehrter Congress I Ich bin nicht dagegen, dass in Bussland gearbeitet werde. Die Arbeit in Russland wird aber nur dann Nutzen bringen im Sinne der ActienVerkäufer, wenn wir unter der Firma der Jüdischen Colonialbank arbeiten werden, falls es gelingen wird, für die Colonialbank die Erlaubnis bei der russischen Regierung zu erwirken, im Namen der Colonialbank zu arbeiten. Denn dann wird die Propaganda sehr gross sein. Wenn es nicht gelingt, hat die Sache keinen Nutzen. Del. Carp : Verehrte Congressmitglieder! Ich muss mich entschieden aussprechen gegen alle Geschäftsstellen, sei es in Russland oder Palästina oder irgendwo anders. Wenn die Russen eine Geschäftsstelle für Russland verlangen, können wir für Rumänien, wo verhältnismässig mehr Actien gezeichnet wurden als in Russland (Widerspruch), dasselbe verlangen. Dass eine Bank zu agitatorischen Zwecken dient, ist wahr. Wenn wir aber mehr Shares placieren wollen, müssen wir jeden Moment neue Facten dem Volke geben, wenn Sie wollen, dass es sich erwärme. In Palästina ist eine Geschäftsstelle unmöglich; es ist ein armes Land. (Widerspruch.) Ich bitte mich nicht zu unterbrechen. Wir werden überhaupt dem Bankdirectorium nicht imputieren, was für Arbeiten es unternehmen soll. In verschiedenen Ländern haben wir überhaupt noch kein Recht, wir sind nicht anerkannt, wir werden die grössten Schwierigkeiten haben und besitzen keine Garantien für die Sicherung des Geldes. Ich stelle sohin folgenden Antrag: „Der Congress nimmt Kenntnis von den Erklärungen der Vertreter des Fünfer-Ausschusses und des Bankdirectoriums und bittet den Aufsichtsrath, die Direction der Bank aufzufordern, in einem Zeiträume von höchstens drei oder sechs Monaten ihre Thätigkeit zu beginnen, entsprechend dem Statute der Banlt und den Interessen des Zionismus." Del. 'Triesch : Meine Damen und Herren! Ich habe eine Mittheilung zu machen, die für das Thema, von dem wir sprechen, und für den Zionismus im allgemeinen von der allergrössten Wichtigkeit ist. Wir sind bisher deshalb gehindert gewesen, zu arbeiten, und haben bisher deshalb keine praktischen Erfolge erzielen können, wir haben deshalb bisher die Thätigkeit in Palästina nicht beginnen können, weil Palästina zur Zeit uns noch nicht offen ist. Arbeiten sind im Gange, das wissen wir alle, und wir sind überzeugt, dass sie im besten Sinne geführt werden. Wir wissen aber — und daran ist nichts zu deuteln und zu drehen — dass ein bestimmter Termin des Beginnes der Thätigkeit in Palästina heute von niemandem mit einiger Sicherheit uns gegeben werden kann. In Anbetracht dieses Umstandes und des weiteren Umstandes, dass, wie es scheint, niemand hier für eine Thätigkeit ausserhalb der engsten Grenzen von Palästina zu gewinnen ist, weise ich darauf hin, dass innerhalb der engsten