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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 345

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 345 (sequence 345)
Language
German, English, Hebrew
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345 eine Einnahme für das A.-C. bleiben. Ich wäre auch dagegen, schon jetzt nach vier Jahren den Schekel zu erhöhen. Del. Berger: In Russland können wir den Schekel nicht erhöhen, dort treiben wir die Agitation in der Masse; wir werden lieber trachten, die Agitation weiter zu treiben, um mehr Schekel zu haben, aber den Minimalbetrag des Schekels können wir nicht erhöhen. Del. Lourid: Es handelt sich hier um eine sehr wichtige Frage. Die Erhöhung des Schekels ist keine Kleinigkeit. Jedem von uns scheint es unbedeutend, ob man 40 Kopeken oder 50 gibt. Aber es handelt sich hier um eine principielle Frage, um das Sein oder Nichtsein der grossen jüdischen Bevölkerung im Zionismus. Jeder wird einsehen, dass es viel wichtiger ist, 200 Schekelzahler zu 20 Kopeken als 100 zu 40 Kopeken zu haben. Wir müssen trachten, dass jedem Juden die Möglichkeit gewahrt ist, sich unserer Organisation anzuschliessen, und können dies umsomehr, als ja doch den Vermögenden unbenommen ist, mehr als einen Schekel zu geben. Ich bitte, die Sache ernst zu erwägen und gegen jede Erhöhung des Schekels zu stimmen. Präsident Dr. Herzl: Von Seite des Herrn Del. Mozkin wird der Antrag auf Schluss der Debatte ohne Anhörung weiterer Redner gestellt. Ich ersuche jene, welche mit diesem Antrage einverstanden sind, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Der Antrag ist angenommen. Ich gebe nur noch dem Vertreter des Finanz-Ausschusses, Herrn Dr. Kornhäuser, das Schlusswort. Del. Dr. Kornhäuser: Im Namen des Finanz-Ausschusses sehe ich mich gezwungen, die Herren zu ersuchen, den von diesem Ausschusse gestellten Antrag anzunehmen. Wir haben im Ausschusse darüber nachgedacht und alles das in Erwägung gezogen, was die Herren hier gegen die Erhöhung vorgebracht haben, mussten aber zu dem Antrage kommen, weil die bisherigen Einnahmen die Auslagen durchaus nicht decken. Wir sind gezwungen, dem A,-C. die entsprechenden Mittel zur Verfügung zu stellen, und deshalb sind wir zur Ueberzeugung gekommen, der Schekel müsse durchaus erhöht werden. Wenn die Herren wollen, dass alles vorwärts gehe, dass alles Beschlossene ausgeführt werde, muss das A.-C. eine entsprechende Quote zur Verfügung haben. (Rufe: Mehr agitieren!) Aber mehr Schekel kosten auch mehr, es sind dann die Ausgaben grösser. Und da wir wissen, dass die meisten Schekel aus Russland kommen, haben wir den russischen Schekel um die kleine Quote, das heisst nur um 10 Kopeken, erhöht. Da andererseits die Westländer einen geringeren Betrag und einzelne Länder speciell einen noch geringeren zu den Einkünften beitragen, haben wir den Schekel in Oesterreich, Frankreich, England, Amerika und den anderen Ländern bedeutender erhöht. Ich bin aus Galizien und sage, diejenigen Herren, die eine Krone bezahlt haben, werden auch die Krone und 50 Heller bezahlen. (Widerspruch.) Ja, meine Herren, denn es haben die Krone nicht viele be-

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