Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 344 (sequence 344)
- Language
- German, English, Hebrew
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544 Del. Reich (liest) : § 28 (früher 29). „Die Beiträge zur Landes-Organisation werden von dem Delegiertentage der betreffenden Landes - Organisation bestimmt und fliessen in die Gasse der Landes-Gomites auf dem vom Vereins-Delegiertentage bestimmten Wege." Präsident Dr. Herzl: Ist dagegen ein Einspruch? (Niemand meldet sich.) Ich erkläre diesen Paragraph für angenommen. Del. Reich (liest): § 29 (früher § 30). „Spenden und sonstige Zuwendungen fliessen durch Vermittlung der Landes-Gomites in die Gasse des engeren A.-C." Präsident Dr. Herzl (nach einer Pause): Angenommen. Del. Reich (liest): § 30 (früher § 31). „Jeder Zionist hat jährlich einen Schekel von mindestens 1 Fi\, 1 Kr., 1 M., 40 Kop., 25 Cts., 1 sh. zu zahlen." Das Finanz-Comite beantragt, die Schekel mit Rücksicht auf die immerwährend sich verzweigende Thätigkeit und dadurch steigenden Ausgaben des A.-C. zu erhöhen, und zwar in folgender Weise: Statt 1 Fr. 1 Fr. 50; statt 1 M. 1 M. 50; statt 1 K. 1 Kr. 50; statt 40 Kop. 50 Kop.; statt 25 Cts. 35 Cts.: statt 1 sh. 1 sh. 6 d. Del. Dr. Bruck (spricht russisch). Del. de Haas: Ich bin mit dem Antrage der Finanz-Commission einverstanden. Am ersten Congresse habe ich beantragt, dass in England 2 sh. gezahlt werden sollen. Das ist aber ein Missverhältnis; 1 sh. 6 d. ist beinahe 100 Kopeken. (Widerspruch. — Rufe : 75 Kopeken!) Del. Dr. Malz: Ich bin gegen die Erhöhung. Bei den Anforderungen der Bank, des Nationalfonds und der internen Agitation ist, wenigstens nach den Verhältnissen Galiziens, die Summe von einer Krone ziemlich genügend, und es liegt gar kein Grund vor, sie zu erhöhen. Für unsere arme Bevölkerung wenigstens ist die Summe von einer Krone eine thatsächlich drückende Steuer. Wenn ich das Wesen des Schekels richtig erfasst habe, soll er nicht bloss den Bedürfnissen des A.-C. dienen, sondern auch ein Ausdruck der Steuerkraft des ganzen jüdischen Volkes sein und muss daher den Bedürfnissen des Zahlenden angepasst sein. Das Institut ist jung, es hat sich bisher gut eingelebt, und es liegt gar kein Grund vor, die Summe zu erhöhen. Ich bitte also, den Antrag auf Erhöhung, insbesondere für Galizien, wenn sich das theilen lässt, abzulehnen. Del. Gott ein : Ich muss mich den Ausführungen des Herrn Doctor Malz anschliessen, so sehr Sie auch erwarten dürfen, dass wir in Deutschland eher in der Lage sind, 2 Mark oder noch mehr zu zahlen. Diejenigen, die besser situiert sind, haben bisher immer 2, 5 oder 10 Mark gegeben. Wir sollten das A.-C. entschieden dazu verhalten,, dass es bestenfalls in Russland die Herren von den Schekelgeldern sich etwas zurückbehalten lässt, dagegen in Deutschland, England und Amerika in keinem Falle von dem Schekelbetrage ablasse. Das muss-