Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 341 (sequence 341)
- Language
- German, English, Hebrew
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341 Del. Scheinkin: Wir haben beschlossen, dass jeder Verein eine Nummer der „Welt" erhalte. In Bussland ist es in Orten, wo viele Vereine sind, genug, wenn jeder Ort eine Nummer erhält. Präsident Dr. Herd: Darüber ist bereits abgestimmt. Del. Scheinkin: Ferner beantrage ich, dass der Redaeteur von der Presscommission gewählt werde. Präsident Dr. HerzI: Einverstanden! Herr Scheinkin, Sie haben gesagt, Sie werden alle Ihre Anregungen dem Presseomite übergeben. Dieses wird sich mit dem engeren A.-C. ins Einvernehmen setzen. Del. Scheinkin: Ich bitte3 auch darüber abstimmen zu lassen, dass der Redaeteur von der Presscommission gewählt werden soll. Präsident Dr. Herst: Herr Rosenfeld meint, dass viele Vereine die Wiederherausgabe der „Welt" im Jargon wünschen, und stellt den Antrag, dass das A.-C. diese Ausgabe der „Welt" wieder ins Leben ruTe. Ich glaube, es wird am besten sein, diese Anregung dem Pressausschusse zu übergeben, der sich mit dem A.-C. darüber besprechen soll. Solche Dinge können Sie hier nicht in einem Augenblicke fertig machen. Dazu wählen Sie ja eine Commission. Die Commission wird sich auch mit dem A.-C. über die Person des Redaeteurs zu verständigen haben. Ich übergebe das also dem Presseomite! Ich werde bei dieser Gelegenheit auch ersucht, mitzutheilen, dass diejenigen, die sieh für die Financierung des „Jüdischen Verlags*' interessieren — es ist ein Circular betreffs dieses Verlags vertheilt worden ■— sich morgen nach der Generalversammlung der Bank im Zimmer Nr. 3 zu versammeln gebeten werden. Del. Mozkin: Meine Herren! Morgen haben wir die Bankversammlung, und der Congress hat bis jetzt nicht einmal den Bericht der Bankcommission angehört, der doch für unsere prineipiellen Beschlüsse in der Generalversammlung massgebend sein muss. Präsident Dr. Herzl: Wenn Sie die Paragraphen, die kaum bestritten sind, zu Ende verhandeln lassen, so sind wir schon bei der Bankverhandlung. Del. Reich (liest) : „§ 27 (früher § 28). Der Sehekel ist die jährliche Beitragsleistung der Zionisten zur Deckung der laufenden Ausgaben für die ganze zionistische Bewegung und ist durch die betreffenden Landes-Organisationen an die Gasse des engeren A.-C. abzuführen. Dr. Bruck (spricht russisch). Dr. Weitzmann (übersetzt) : Der Redner spricht sich dagegen aus, dass das ganze Geld, welches gesammelt wird, als Sehekelgeld nach Wien abgesendet wird. Wir wissen, dass man in Russland auch noch sehr viel Geld für Agitation und auch sonst braucht. Das ganze Geld nach Wien abzusenden und dann wieder Forderungen für die russischen Bedürfnisse zu stellen, wäre sehr schädlich. Er bittet, bei der alten Bestimmung zu bleiben, wonach 50 Percent in Russland bleiben. Del. Dr. Schaff er: Ich sehe durchaus nicht ein, dass wir mit einem Lande eine Ausnahme machen und ihm gewähren sollen, dass es weniger zu schicken