Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 327 (sequence 327)
- Language
- German, English, Hebrew
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aber ein klein wenig den Verhältnissen anderer Länder, als Russland, angepasst werden. Ich bin lange in der Oberleitung einer der beiden amerikanischen Centralen gewesen und kenne von New-York die Schwierigkeiten, die sich gerade aus dem gezwungenen Zusammengehen ergeben. Ich stimme vollkommen überein mit den Ausführungen,, die Herr Dr. Scharfer aus Baltimore vorher gemacht hat. Die Lösung, die ich vorschlage, ist folgende: Die Basis, die wir geben müssen, muss, wenn sie nicht ihren Zweck verfehlen soll, auch für die Länder mit geringerer Anzahl von Schekelzahlern zugeschnitten sein, soll aber keine Möglichkeit enthalten, die zionistischen Organisationen der Hauptländer in viele Theile zu zersplittern. Den Vermittlungsweg sehe ich in folgendem. Vorschlage: Die Gruppe, die sich selbständig organisieren will, muss einer von folgenden Anforderungen entsprechen. Entweder muss diese Gruppe mindestens ein Fünftel der Schekelzahleiv, die aber nicht weniger als 1000 ausmachen darf, betragen, oder wir können 5000 Schekelzahler unabhängig von der Fünftel-Abstimmung ermächtigen, eine eigene Federation zu bilden', wo sich dies als nothig herausgestellt hat. Es ist nämlich unmöglich, für ein Land wie Rumänien oder Deutschland oder manche andere Länder, ein Minimum von 50 Vereinen anzunehmen, weil diese Länder so viele Vereine gar nicht haben. Ich möchte nicht lange aufhalten und beantrage daher, über diesen Ausweg sofort die Entscheidung zu treffen. Del. Losinslii: Ich glaube, bei der Fassung dieses Paragraphen sind Verhältnisse ins Auge gefasst worden, die nicht so wichtig sind, dass sie in das Statut hineinkommen müssten. Es sind hier Verhältnisse, die in irgend einem Lande aus zufälligen Umständen entstanden sind, und ich glaube daher, dass dieser Paragraph vor der Abstimmung, in zwei Theile getrennt werden müsste. Der zweite Theil bestimmt, dass bloss 50 Vereine mit 5000 Schekelzahlern eine Federation bilden können. Dieses Verhältnis ist aber nicht immer und für alle Länder passend, und deshalb wäre der Vorschlag Trietsch geeigneter als die Fassung des Ausschusses. Del. C oicen: Meine Herren! Ich spreche hier im Namen der englischen Delegierten, wenn ich sage, dass wir Engländer nur e i n e Federation brauchen. In Russland und Amerika, die grösser sind, ist es möglich, dass man viele Föderationen braucht. Dies richtet sich nach dem Bedürfnis der verschiedenen Länder. In England sind wir alle vereinigt und brauchen nur e i n e Federation. und wenn mehrere wären, wäre dies unseren Zwecken nicht dienlich. Nach unseren Statuten, welche vollkommen nach den Wünschen des A.-C. gestaltet sind, haben die jüdischen Vereine sich vereinigt, und wenn wir, um irgend eine Persönlichkeit hineinzubringen, die Erlaubnis geben würden, eine neue Federation zu bilden; so wäre dies nur für uns abträglich. Ich schlage daher vor, dass die Landsmannschaften in den verschiedenen Ländern nach dem Gebrauehe jedes Landes constituiert sein sollen, nicht aber, dass ein allgemeines Statut gemacht werde für alle Länder: denn was für England passt, wird nicht für Russland., nicht für die Schweiz passen. (Beifall.) Del. Finkeist ein: Ich beantrage Schluss der Debatte ohne Anhörung der vorgemerkten Redner.