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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 323

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 323 (sequence 323)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476264--1697-3477834
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O O Q U -jt J Menschen, sondern dem Zionismus, und der Zionismus kann niemals sterben. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Man sagt uns: Der Zionismus ist ein Traum. Wie sollte das anders sein, da ja die Juden schlafen. (Lebhafte Heiterkeit.) Mögen die Juden erwachen, dann wird er nicht länger ein Traum sein. Der Zionismus hat ein klares Ziel, die Hirscrfschen Millionen haben keines. Wie ich von Palästina gesagt habe: Geben Sie das Land ohne Volk dem Volk ohne Land, so sage ich vom Baron HirscFschen Vermächtnis: Geben Sie die Millionen ohne Zweck dem Zweck ohne Millionen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Diese Millionen wurden zur Rettung des jüdischen Volkes hinterlassen, und die Direetoren können nicht hochmüthig neben ihrem Schatze stehen und Israel leiden und dem Todeskampfe ausgesetzt sein lassen. Wir hören von allen Seiten: Mitleid für die armen Blinden, Gefoppten aus Russland und Rumänien, die in ihrer bitteren Armut sich zu Vereinen Zusammenthun, Familie mit Familie, Woche für Woche Kleinigkeiten ersparen, um eine Pfund-Actie unserer Bank zu kaufen! Das ist nicht erbärmlich, das ist erhaben. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Die Blindheit der Hirsch'sehen Testamentsvollstrecker ist erbärmlich! Aber, werden Sie sagen, sie können nicht die letztwillige Bestimmung einfach beiseite'setzen. In England, in meinem praktischen Vaterlande, werden wohlthätige Vermächtnisse sehr oft umgestaltet und zu verständigeren Zwecken verwendet, wenn ihre ursprünglichen veralten. Die zionistische Idee hat sieh so rasch vorwärts bewegt, dass schon jetzt die Hirsch: sehe Politik veraltet ist. Sie passt nur noch für das gewisse Museum des gewissen Gelehrten. (Heiterkeit und Beifall.) Baron Hirsch dachte, dass in Argentinien die Juden eine feste und dauernde Heimstätte finden können. Wie sind aber die Thatsachen? In Argentinien bestehen zionistische Gesellschaften und in Argentinien gibt es eine vLiga Dr. Herzl". (Lebh. Beifall.) Aber war denn Baron Hirsch gegen Palästina? Würde er den Zionismus aus seinem Wohlthätigkeits Vermächtnisse ausgestossen haben? Dieser grosse Mann war für alle Möglichkeiten vorbereitet. Ich habe die Satzungen der Ica bekommen; ich will die wesentlichsten Bestimmungen daraus vorlesen: „Die Zwecke, zu denen die Gesellschaft errichtet ist, sind folgende: Die Auswanderung der Juden aus irgend einem Theile Europas und Asiens, hauptsächlich aus den Ländern, in denen sie zur Zeit besonderen Kopf- und anderen Steuern, politischen und anderen Entrechtungen unterworfen sind, zu unterstützen und zu fördern, damit sie nach irgend einem andern Theile der Welt geleitet werden; Colonien in verschiedenen Theilen ISTord- und Südamerikas und anderer Länder für Agricultur, Handel und andere Zwecke zu gründen und zu unterhalten; von Regierungen, Staaten u. s. w. Gebiete, Länder und anderes Eigenthum in irgend einem Theile der Welt zu kaufen oder durch Schenkung oder auf andere Weise zu erwerben, Capitalien, Vollmachten, Privilegien hierzu zu erlangen, die 21*

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